Rurberg - Per Schiff über den See auf der Suche nach Gott

Per Schiff über den See auf der Suche nach Gott

Von: breu
Letzte Aktualisierung:
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Der Eindruck täuscht: Die Schiffsprozession auf dem Rursee war leider in diesem Jahr nicht vom Frühlingswetter begünstigt. Foto: P. Stollenwerk

Rurberg. Die erste Frage von Gott an Adam, so steht es im Alten Testament, war: „Adam, wo bist Du?” „Mensch, wo bist Du?” In einer immer schnelllebigeren Welt und einer hypermodernen Kommunikationsgesellschaft ist das heute womöglich wiederum die meistgestellte Frage in unserer Welt.

Denn die ständige Frage bei allen Handykontakten rund um den Globus ist: „Wo bist Du?”. Das sei, bewusst oder unbewusst, auch unsere Frage an Gott.

Diese Erkenntnis gab Pfarrer Detlef Rohling aus dem niederländischen Roermond am Donnerstag an die Gläubigen am See weiter. Er war der Hauptzelebrant und Festprediger bei der Messe zu Fronleichnam auf der Festwiese „Im Sief” in Rurberg.

Traditionsgemäß findet an diesem Tag, auch bei schlechtem Wetter, in den Rurseegemeinden die Schiffsprozession mit gemeinsamer Messe statt. In Einruhr hatten die Gläubigen sich gemeinsam mit Pfarrer Rohling und Pastor Michael Stoffels um 7.15 Uhr von der Pfarrkirche aus auf den Weg gemacht.

Sie brachten mit dem Schiff das Evangelienbuch nach Rurberg. In Woffelsbach legte das Schiff mit Pastor Karl Haas um 8 Uhr ab. Mit Gebeten und Texten aus der Heiligen Schrift ging es auch von dort aus nach Rurberg, wo um 8.30 Uhr die heilige Messe auf der Festwiese begann.

Mit den Schiffen kamen weit über 100 Gläubige. In Rurberg hatten sich trotz des anhaltenden Regens viele Gäste eingefunden, um gemeinsam ihren Glauben zu feiern.

In seiner Predigt versuchte Pfarrer Rohling klarzumachen, das Gott in Christus immer und überall bei den Menschen ist, nicht nur in den Tabernakel der Kirchen. Er sei bei den Menschen in Leid und Elend des persönlichen und weltweiten Geschehens. Diese Gegenwart Gottes berge die Gewissheit, dass ein Mensch nicht verzweifeln müsse.”

Großes Glaubensfest

Nach dem Schlusssegen machten sich die Gläubigen gemeinsam mit dem Allerheiligsten wieder auf den Heimweg über den See und in Rurberg zur Kirche. Die Kapellen und Strasse an der Wegstrecke waren von den Anwohnern festlich mit Blumenteppichen und Fahnen geschmückt worden. An den Stationen machte die Prozession halt, um zu beten und den Segen zu empfangen. Der Abschlusssegen wurde jeweils in den Kirchen erteilt.

Das Wetter hatte offensichtlich keinen Einfluss auf die Teilnahme an diesem traditionellen Glaubensfest der Katholiken, und nicht nur die Einheimischen, sondern auch Feriengäste aus den Orten am See hatten mitgefeiert.
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