Pendlerparkplatz: Mondlandschaft wird einplaniert

Von: Jan Mönch
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Dass auf diesem Foto im Hintergrund ein Abschleppwagen vom ADAC vorbei fährt, ist reiner Zufall. Wer sein Fahrzeug schon über den Pendlerparkplatz Konzen gequält hat, könnte das Gegenteil vermuten. Die zahlreichen Schlaglöcher dort können dem besten Auto nicht gut tun. Unschön sind sie außerdem. Foto: Jan Mönch

Konzen. Bevor der Winter kam und seine Schneedecke über die Landschaft legte, konnten Autofahrer den Konzener Pendlerparkplatz nur im Schneckentempo und mit größter Vorsicht befahren. Der Winter ist gegangen, der Schnee geschmolzen – und der Parkplatz? Den können Autofahrer nur im Schneckentempo und mit größter Vorsicht befahren.

Mit anderen Worten: Trotz anderslautender Ankündigungen hat sich nichts getan. Wer nicht eben über ein Kettenfahrzeug verfügt, sollte den Platz tunlichst mit äußerster Vorsicht überqueren.

Nun wird bald Abhilfe geschafft sein. „Wenn nicht eben die Welt untergeht, beginnen die Bauarbeiten am Freitag“, sagt Björn Schmitz aus der Monschauer Verwaltung auf Nachfrage unserer Redaktion.

Also Freitag. „Schon wieder?“, mag mancher Konzener nun ironisch ausrufen. Und auch Schmitz ist sich im Klaren darüber, dass diese Ankündigung kein Novum ist. Zuletzt war im Oktober versprochen worden, dass das Thema binnen eines Monats zu den Akten gelegt sein werde.

Denn eigentlich, erinnert sich Ortsvorsteher Matthias Steffens, sollte jene Baufirma, die sich um den benachbarten Teil des Vennbahn-Radwegs kümmert, den Parkplatz in einem Aufwasch miterledigen. Damals freute man sich in Konzen sehr über das vermeintliche Freundschaftsangebot, das aber offensichtlich nicht sehr viel wert war.

Denn eingetreten ist bislang gewissermaßen das genaue Gegenteil: Der im Paustenbacher Venn liegende Teil der Ravel-Route hat sich nach dem Winter in Sachen Optik und Komfort dem Pendlerparkplatz angenähert, nicht etwa umgekehrt. Die von ihnen selbst mit ihrem schweren Maschinen zusätzlich verursachten Schäden zumindest beseitigten die Arbeiter.

Viele Bürger ärgerten sich auch deshalb über den Zustand des Parkplatzes, weil dieser Pendlern eigentlich die Möglichkeit bieten soll, sich zu Fahrgemeinschaften zusammenzuschließen. Schließlich wird immer wieder darum geworben, im Interesse der Umwelt möglichst vielen Autos zwischen Tagesanbruch und Feierabend Ruhe zu gönnen und den gemeinsamen Weg zur Arbeit gemeinsam zurückzulegen.

Was aus dem Versprechen der Baufirma geworden ist, ist unklar. Jedenfalls wollte Monschau nicht kurzerhand die nächstbeste andere Firma beauftragen. Denn erstens ist da die bekannte Situation des Monschauer Haushalts. Und außerdem, so Björn Schmitz, war man nicht allzu wild darauf, viel Geld in ein fremdes Gründstück – Eigentümer ist die belgische Bahn – zu stecken.

Nun jedenfalls wurde eine andere Firma gefunden, die die Schlaglöcher nicht nur mal eben mit Schotter auffüllt. Stattdessen wird das gesamte Areal abgefräst und einplaniert, die Mondlandschaft zu einem fairen Preis irdischen Erfordernissen angepasst.

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