Pendler gefragt: Was ist los auf der B258?

Von: P. St.
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„Testpersonen“, die bereit sind, ihre Erfahrungen als Berufspendler auf der B 258 zu dokumentieren, sucht der Vorstand der CDU-Mittelstandsvereinigung Nordeifel (v.r. Jacqueline Huppertz, Stephan Braun, Pascal Kaulartz sowie der MIT-Kreisverbandsvorsitzende Franz-Josef Wedemeyer). Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Jeden Morgen das gleiche Spiel: Fast 5000 Pendler aus den Eifeldörfern, die sich ins Auto setzen, um ihre Arbeitsplätze im Oberzentrum Aachen anzusteuern, werden vom zähflüssigen Berufsverkehr regelmäßig ausgebremst.

 Der Stau am Morgen auf der B 258, vornehmlich auf der Monschauer Straße, gehört seit Jahrzehnten zu den ärgerlichen Begleiterscheinungen des Pendler-Lebens. Alle Versuche, die Verkehrsanbindung aus der Nordeifel in Richtung Aachen zu optimieren, sind bislang gescheitert.

Einen weiteren Versuch, das Thema ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu rücken, startet jetzt die CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) Monschau-Roetgen-Simmerath mit einer Autofahrer-Aktion. Gesucht werden Berufspendler, die ihren Pkw auf der Fahrt zur Arbeit nutzen und bereit sind, über einen Zeitraum von circa zwei Wochen (2. bis 13. Mai) ihre täglichen Erfahrungen auf der Straße zu dokumentierten.

Sie sollen notieren, an welchen neuralgischen Punkten sie morgens zwischen 6.30 und 8.30 Uhr überdurchschnittlich lange im Stau stehen und wie hoch jeweils der Zeitverlust ist. Gerne werden auch Anregungen entgegengenommen, wie der Verkehr zügiger fließen könnte und welche verkehrstechnischen Lösungen Abhilfe schaffen könnten. Die MIT möchte nach zwei Wochen diese Erfahrungen auswerten und hofft dann ein gewichtiges Argument in der Hand zu haben, um einem Ausbau der B 258 auch auf überregionaler Ebene neuen Schub zu geben.

„Wichtig ist, dass wir nicht nur die Eifelkommunen mit ins Boot nehmen, sondern alle an einem Strang ziehen“, betont Stephan Braun, der 2. Vorsitzende der MIT. Leider werde das Thema der unzureichenden Anbindung der Eifel an das Oberzentrum immer nur zu Wahlkampfzeiten verstärkt thematisiert, „ehe es dann wieder in der Versenkung verschwindet“, bedauert er.

Der Unternehmer aus Simmerath weiß, dass man „keine Betriebe in die Eifel locken kann, wenn die Verkehrsanbindung nicht stimmt“. Einen wichtigen Mitstreiter haben die Eifeler bereits in Franz-Josef Wedemeyer aus Baesweiler gefunden, dem MIT-Kreisvorsitzenden. Auch er sieht die Problematik, dass eine schlechte Verkehrsanbindung nicht nur die Gewerbegebiete benachteiligt, sondern auch der private Wohnungsbau in der Eifel an Attraktivität verliere. Bei allen künftigen Aktionen sei es aber wichtig, dass man auch den Dialog mit der Stadt Aachen suche.

Genau diesen Aspekt hatte in dieser Woche auch der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns aus Anlass des 60-jährigen Bestehen der MIT Aachen und Aachen-Land in Merzbrück in seiner Funktion als Sprecher der Bürgermeister in der Städteregion Aachen herausgestellt: „Ich werbe dafür, in einen neuen Dialog zwischen allen Beteiligten einzutreten, der die Interessen der Pendlern zwischen Aachen und der Eifel einerseits, aber auch die Belange der Anwohner in Oberforstbach/Lichtenbusch berücksichtigt.“ Änderungen der Verkehrsführung auf der B 258 müssten für die Anwohner mit Blick auf Lärmbelästigungen nicht von Nachteil sein, sondern könnten mit den heutigen Gestaltungsmöglichkeiten sogar zu einer Verbesserung für die betroffenen Anwohner führen. „Dies sollte deutlich – auch mit Unterstützung der Stadt Aachen – kommuniziert werden.“

Nähere Informationen zu der Testpersonen-Aktion erteilt die 1. Vorsitzende der MIT-Nordeifel, Jacqueline Huppertz, unter der E-Mail-Adresse: info@artifex-design.de.

Außerdem ist eine Internetseite der MIT im Aufbau, auf der ab Samstag, 7. Mai, unter www.mit-eifel.de weitere Details zu der Befragung abrufbar sind. Hier soll auch ein Diskussionsforum eingerichtet werden.

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