Simmerath - Pedelecs sollen Gäste an den Rursee locken

Pedelecs sollen Gäste an den Rursee locken

Von: rpa
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Sebastian Lindt (links), Geschäftsführer der Rursee-Touristik, garantiert mit seinem engagierten Team einen professionellen Tourismus am Rursee. Mit stets neuen Angeboten sorgen sie dafür, dass der Rursee für Urlauber und Tagestouristen immer einen lohnendes Reiseziel ist. Die Bilanz 2010 präsentierte er nun im Simmerather Strukturausschuss. Foto: R. Palm

Simmerath. „Movelo” wird wohl der neue „Renner” in der Nordeifel: 30 bis 40 „Pedelecs” könnten jeden Tag am Nationalpark-Tor unten in Rurberg für 20 Euro verliehen werden. So groß ist die Nachfrage, die sicher noch deutlich größer wird, sind die „Pedelecs”, wie die Elektro-Fahrräder heißen, erst einmal da.

Die Räder werden im Mai geliefert, berichtete Sebastian Lindt, Geschäftsführer der Rursee-Touristik, nun im Simmerather Strukturausschuss. Das Monschauer Land werde zur „Movelo-Region” mit Verleih- und Akku-Ladestationen, berichtete Lindt über ein neues touristisches Angebot. Und damit liege die Eifel „ganz vorne”, lobte Hermann-Josef Bongard (FDP) das neue Angebot. Seit Mitte 2009 ist die „Monschauer Land-Touristik” intensiv darum bemüht, ein Netz von Verleih- und Ladestationen für Pedelecs aufzubauen.

Auf Zukunft ausgerichtet sind weitere Projekte der Rursee-Touristik: Beratung der Betriebe zum Thema Internet, Ausbau der „Marke Eifel”, Verbesserung der Qualität.

Sebastian Lindt präsentierte dem Ausschuss vor allem aber Zahlen: Im vergangenen Jahr sind weniger Gäste an den Rursee gekommen - als Tagesgäste und als Übernachtungsgäste. Gezählt wurden 187.500 Übernachtungen, das 7,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Rekordmarke liegt bei rund 203.000 Übernachtungen im Jahr 2009. Registriert werden vom Statistischen Landesamt allerdings nur die Übernachtungen in Betrieben ab neun Betten. Hinzukommen noch, hoch gerechnet, 120.000 Übernachtungen in den rund 40 Betrieben (wie Ferienwohnungen) mit weniger als neun Betten. Einen Grund für die geringere Zahl der Übernachtungen („Das ist keine größere Katastrophe.”) sah Sebastian Lindt vor allem im Wetter.

Christoph Poschen, CDU-Sprecher im Strukturausschuss und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Rursee-Touristik, sah keinen Grund zur Sorge: Es könne nicht jedes Jahr mit einer Steigerung der Gäste- und Übernachtungszahlen gerechnet werden. Gleichwohl sei es wichtig, so Hermann-Josef Bongard, die „Qualität der Betriebe zu steigern”. Genau da leiste die Rursee-Touristik gute Arbeit, besonders über die Qualität könne die Eifel touristisch weiter entwickelt werden.

Weniger Gäste sind im vergangenen Jahr auch ins Nationalpark-Tor am Eiserbachsee in Rurberg gekommen. Gezählt wurden in 2010 insgesamt 69610 Besucher, das sind 3868 weniger als im Vorjahr. Gleichwohl verzeichnet das Nationalpark-Tor in Rurberg von den fünf Nationalpark-Toren insgesamt die meisten Besucher - im vergangenen Jahr wie bisher überhaupt. Insgesamt wurden ab Mai 2006 bis Ende des Jahres 2010 genau 328.317 Besucher gezählt.

Zum Vergleich: Für 2010 notierte das Nationalpark-Tor in Höfen 39.866 Besucher. In seinem Vortrag im Strukturausschuss machte Lindt auch deutlich, wie umfangreich und vielschichtig die Arbeit der Rursee-Touristik ist und welche Pläne und Projekte in diesem Jahr bearbeitet werden. So werden die „Rurtal-Schlemmer-Touren weiter ausgebaut und vermarktet (Ausgangstafeln in Einruhr und Woffelsbach, durchgehende Beschilderung, Sitzgarnituren am Wegesrand, viersprachige Faltblätter, Einbindung von Betrieben).

Zur Arbeit der Rursee-Touristik gehört es, immer wieder neue Angebote zu entwickeln und die Betriebe zu beraten und zu betreuen. Für dieses Frühjahr sind zwei wichtige Themen vorgesehen: die Betriebsnachfolge. Nach einer Untersuchung steht in der Hälfte aller gastronomischen Betriebe in der Eifel die Frage nach der Nachfolge an, berichtete Sebastian Lindt. Am ersten Seminar haben rund 25 Betriebe teilgenommen.

Ein zunehmend wichtiges Thema im Tourismus: das Internet. So geht es darum, die Betriebe für das Internet zu sensibilisieren, denn noch längst nicht alle Betriebe im Gastgewerbe sind „drin” im Internet. Zu den Themen im Internet-Seminar gehören: Wege zur eigenen Homepage, Optimierung der Homepage, Suchmaschinen und Buchungsplattformen.

Die Rursee-Touristik, so berichtete Geschäftsführer Lindt, hat im vergangenen Jahr etwa 120.000 Besucher vor Ort in Rurberg und in Einruhr beraten. Zur Gästebetreuung vor Ort gehören unter anderem: die persönliche Beratung, Ausgabe von Prospekten, die Zimmervermittlung, der Shop-Verkauf.

Die Tourist-Infos der Rursee-Touristik in Rurberg und Einruhr sind quasi an 365 Tagen im Jahr jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet, insgesamt waren es im vergangenen Jahr 5110 Stunden. Die Rursee-Touristik hat derzeit 16 Beschäftigte, darunter vier Vollzeitkräfte, eine Teilzeitkraft, zehn Minijobber und eine Auszubildende (diese gemeinsam mit der Monschau-Touristik). Die Minijobber bringen es im Jahr zusammen auf 3090 Arbeitsstunden.
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