Paul-Voss-Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte eröffnet

Von: ag
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Laden ein, das Werk Paul Voss
Laden ein, das Werk Paul Voss kennenzulernen und in die Geschichte des Monschauer Landes einzutauchen: (von links) Prof. Dr. Mario Theißen, Werner Voss, Bürgermeisterin Margareta Ritter, Wilma Voss und Stadtarchivar Dr. Bernd Läufer. Foto: A. Gabbert

Monschau. Sie wirken vertraut und gleichzeitig etwas fremd, denn die Werke von Paul Voss (1891-1973) öffnen dem Betrachter ein Fenster zu vergangenen Zeiten. Die Zeichnungen und Gemälde, die jetzt in Monschaus Haus der Stadtgeschichte zu sehen sind, lassen das Monschauer Land, wie es früher war, wieder auferstehen.

105 Zeichnungen und Gemälde des „Heimatforschers mit dem Zeichenstift”, wie Peter Josef Weiß ihn einmal bezeichnet hat, laden dazu ein, ihn auf seinen Streifzügen durch die Natur und die Monschauer Altstadt zu begleiten.

Das taten auch die rund 60 Gäste, die zur Eröffnung der Ausstellung am Holzmarkt 5, gleich gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus des Chronisten, Künstlers und Monschauer Originals, gekommen waren. Unter ihnen waren auch Kinder, Enkel und Urenkel von Paul Voss vertreten. Stellvertretend für die Nachfahren übernahm Prof. Dr. Mario Theißen das Wort.

Er würdigte insbesondere die Arbeit des Stadtarchivars Dr. Bernd Läufer, der das Werk von Paul Voss aufgearbeitet hat und sich in diese Aufgabe „hineingekniet” habe. Am Ende sei ein Werk entstanden, das die Monschauer Stadtgeschichte anschaulich mache. Für die Familie sei es mehr als eine Bilderausstellung, es handele sich für sie auch um eine Rückkehr zu den Wurzeln. Auch Theißen wurde in dem Haus geboren, in dem Paul Voss einst gelebt und gearbeitet hatte.

Glücksfall für die Stadt

Paul Voss Nachfahren haben seinen Nachlass der Stadt Monschau vermacht, um die Werke zusammen zu halten und sie gleichzeitig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Vor drei Jahren gab es die ersten Gespräche mit der Stadtverwaltung, und Bürgermeisterin Margareta Ritter hatte die Idee, die Werke, sobald das Haus am Holzmarkt saniert sei, dort auszustellen. Stadtarchivar Dr. Bernd Läufer sprach von einem Glücksfall für die Stadt. „Damit gelangte Monschau in den Besitz einer einzigartigen Sammlung, die als repräsentativ für Voss Gesamtwerk gelten kann”, sagte Läufer.

Die Sammlung besteht aus insgesamt 189 Zeichnungen und Gemälden sowie 14 weiteren Objekten. 105 davon sind ausgestellt, die anderen sind auf einer Bildschirmpräsentation und im zur Ausstellung erschienenen Katalog zu sehen.

In diesem Katalog schreibt Läufer über die Arbeitsweise des Künstlers: „Paul Voss stellte zum einen Zustände seiner eigenen Zeit dar. Manche Bilder und Zeichnungen geben das wieder, was er vor Augen hatte. Sie besitzen eine hohe Authentizität und dokumentarischen Wert. Zum anderen verstand er sich als Forschender, der einen Blick in zurückliegende Zeiten wagen, Vergangenes bewahren und es - im wahrsten Sinn des Wortes - anschaulich machen wollte.”

Für die Wiedergabe und Rekonstruktion historischer Ansichten habe Voss auf verschiedene Quellen zurückgegriffen, erklärte Läufer. Zum einen alte Monschauer Einwohner, die er befragte und die ihm eigene Skizzen zur Verfügung stellten. Zum anderen Vorlagen wie Karten, Inventarverzeichnisse, Urkunden, Pläne, Ansichtskarten, Fotografien, Gemälde und Zeichnungen.

Wer durch die Ausstellung geht, wird auf historische Stadtansichten aus dem 16. Jahrhundert ebenso treffen, wie auf Ansichten der Fabrikanlagen des 19. Jahrhunderts. Auch die Monschauer Burg taucht immer wieder auf. Eindrucksvoll sind die größeren und kleineren Katastrophen der Stadtgeschichte eingefangen - der Brand der Fabrikanlagen auf demBurgau oder das Hochwasser von 1947.

Wer selbst in die Geschichte eintauchen möchte, hat bis zum 11. November Gelegenheit dazu.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Die Paul-Voss-Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte, Holzmarkt 5 in Monschau, ist bis zum 11. November zu sehen.

Die Ausstellung ist an diesem Samstag sowie an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei. Sonderöffnungszeiten sind nach Vereinbarung möglich.

Kontakt zum Stadtarchiv der Stadt Monschau, Tel. 02472/8056744, E-Mail: bernd.laeufer@stadt.monschau.de.

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