„Patches & Corridors“: Lebensräume für den Feuerfalter gesucht

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Der Blauschillernde Feuerfalter auf Schlangenknöterich, der Raupenfutterpflanze des Falters. Foto: B. Theißen
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Das Team des Life-Projektes „Patches & Corridors – Habitatnetzwerk für den Blauschillernden Feuerfalter“: Josef Wegge, Cornelia Zimmermann, Marietta Schmitz, Bernhard Theißen und Bernd Orlowski (v. l.). Foto: H. Selheim

Nordeifel. Das mit europäischen Naturschutzgeldern geförderte „Life“-Projekt „Patches & Corridors – Habitatnetzwerk für den Blauschillernden Feuerfalter (Lycaena helle), nimmt seit Anfang des Jahres Fahrt auf. Ziel ist die Erhöhung des Anteiles regionaltypischer, artenreicher Lebensräume in verschiedenen Naturschutzgebieten im Raum Monschau/Simmerath.

Leitart des Vorhabens ist der Blauschillernde Feuerfalter. Bernhard Theißen, Marietta Schmitz und Svenja Luther von der Biologischen Station der Städteregion Aachen sind seit Mai in der Nordeifel unterwegs, um die Verbreitung des kleinen, wunderbar gefärbten Falters und seiner Futterpflanze, des rosa blühenden Schlangenknöterichs, zu kartieren.

In den kommenden sechs Jahren sollen Schlucht- und Moorwälder, Goldhaferwiesen sowie Quell- und Hochstaudenfluren optimiert oder erst geschaffen und miteinander vernetzt werden. Im FFH-Gebiet „Oberlauf der Rur“ und auf Trittsteinflächen hin zu weiteren Schutzgebieten werden bestehende, bisher nicht ausreichend geschützte Vorkommen des Blauschillernden Feuerfalters unter anderem durch Flächenkauf oder Pacht gesichert.

Mit Fichten bestandene Auenbereiche des Projektgebietes sollen umgebaut werden in lichte Auwälder oder feuchtes Grünland. Invasive, nicht-heimische Pflanzen wie Drüsiges Springkraut, Japanischer Staudenknöterich oder Riesen-Bärenklau, die durch flächige Ausbreitung heimische Pflanzen entlang der Bäche verdrängen, werden bekämpft. Ein spezielles Lebensraum-Management, das auf die ökologischen Ansprüche des Blauschillernden Feuerfalters abgestimmt ist, soll in Kooperation mit Landwirten und Waldeigentümern durchgeführt werden.

Die Tallagen von Rur, Perlen- und Fuhrtsbach sind das Leitbild. Öffentlichkeitsarbeit soll die europaweit seltene Schmetterlingsart, ihre Lebensräume in der Nordeifel und das Projekt bekanntmachen. Geplant ist die Organisation von Rundwanderwegen einschließlich informativer und interaktiver Elemente. Im Auftrag des Projektes bemüht sich Regierungsamtsrat a.D. Bernd Orlowski, geeignete Flächen anzukaufen. Diese sollen im Sinn des Projekts entwickelt werden. Gerne nehmen die Projektmitarbeiter hierzu Hinweise auf.

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