Monschau - Paradebeispiele für Europa

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Paradebeispiele für Europa

Von: heg
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Am Konzener Kindergartenwald begann Europakandidatin Sabine Verheyen (3. v. re.) ihre Monschau-Tour mit (von links) Bürgermeister Theo Steinröx, Peter Jung, Kreitz, Patricia Creutz-Vilvoye, Margareta Ritter und Brigitte Palm vom Konzener Eifelverein. Foto: Helga Giesen

Monschau. Europa vor Ort erlebte die Aachener CDU-Bürgermeisterin und Europakandidatin Sabine Verheyen am Samstag in Monschau. Unter dem Motto „Europa in Monschau” stellten ihr die Monschauer Parteifreunde die vielfältigen Verflechtungen vor, die die Stadt und ihre Stadtteile mit den belgischen Nachbarn verbinden.

Der Konzener Ortsverbandsvorsitzende und Stadtverordnete Micha Kreitz hatte ein Besuchsprogramm zusammengestellt, das einige Projekte in Konzen, Imgenbroich, Mützenich und Kalterherberg präsentierte.

Den Gast aus Aachen begleiteten unter anderem die Monschauer Beigeordnete und CDU-Bürgermeisterkandidatin, Margareta Ritter, sowie Stabstellenleiter Hermann Mertens, vor Ort kamen jeweils weitere Vertreter aus der Politik und den Vereinen hinzu. Auch die Eupener Schöffin Patricia Creutz-Vilvoye, die für die belgische Schwesterpartei CSP für das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft kandidiert, hatte sich angeschlossen.

Bildung, Agrar- und Regionalpolitik

Regionalpolitik, Bildung und Agrarpolitik nennt Sabine Verheyen als ihre Schwerpunkte für eine Arbeit im Europaparlament. Insbesondere die Verknüpfung mit der kommunalen Ebene liege ihr am Herzen. Nur wenn europäische Politik vor Ort erfahrbarer gemacht werde, könne auch die etwas verloren gegangene Begeisterung für Europa wieder geweckt werden.

Am Treffpunkt Bahnhof Konzen, wo die Rundfahrt begann, konnte Micha Kreitz gleich auf ein Paradebeispiel für internationale Zusammenarbeit hinweisen, die künftige Ravel-Radroute, die unter Federführung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Deutschland mit Belgien und Luxemburg verbindet.

Schon seit vielen Jahren wird deutsch-belgische Zusammenarbeit im Konzener Kindergartenwald praktiziert, berichtete Raimund Palm vom Konzener Eifelverein. Angefangen hat alles mit Orkan Wiebke, der das ca. ein Hektar große Waldstück auf belgischem Gebiet brachlegte. Ohne die engagierte Unterstützung der belgischen Forstbehörden, insbesondere Förster Alfred Jost als Initiator, wäre die Verwirklichung nicht möglich gewesen. Der Kindergartenwald wurde kürzlich als „Familienwald” neu eingeweiht, und neben dem Familienzentrum und dem Forst ist jetzt auch der Eifelverein mit im Boot.

An der nächsten Station am Himo erwartete Kreisdirektor Helmut Etschenberg, der CDU-Kandidat für das Amt des Städteregionsrats, die Delegation. Er hatte das Innovationszentrum in seiner Zeit als Stadtdirektor in Monschau auf den Weg gebracht und ließ seine Entwicklung, aber auch die Möglichkeiten einer zukünftigen Ausrichtung, Revue passieren. Margareta Ritter wies darauf hin, dass die Gemeinde Bütgenbach Mitglied der Betreibergesellschaft ist. Neue Chancen für eine intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit sieht sie in der Städteregion.

In Imgenbroich stärkten sich alle mit italienischem Eis, bevor es weiterging zu einer Rundfahrt durch das neue Einkaufszentrum sowie nach Mützenich und Kalterherberg. Bei einer Planwagenfahrt in Mützenich zu landschaftlich interessanten Punkten wie dem Aussichtsturm am Eifelsteig und Kaiser Karls Bettstatt stand hier vor allem die weitere Sanierung der Straße nach Eupen im Mittelpunkt. Für die Monschauer Region sei eine gute Verkehrsanbindung an Eupen und damit an das Autobahn- und Schienennetz von größter Bedeutung, unterstrich Margareta Ritter.

Hier konnte Patricia Creutz-Vilvoye ihren deutschen Parteifreunden Hoffnung machen, denn es seien Mittel im Rahmen von Konjunkturmaßnahmen im Straßenbau - vergleichbar den deutschen. Konjunkturpaketen - auch für diese „wichtige grenzüberschreitende Verkehrsader” vorgesehen. Ein „visionäres Ziel”, von dem sich Sabine Verheyen und Patricia Creutz-Vilvoye begeistert zeigten, sei ein Aussichtsturm auf dem Steling, dem höchsten Punkt (658 Meter) der Städteregion, eventuell im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung IGA 2017.

Abwasser muss bezahlbar bleiben

In Kalterherberg standen vor allem die Kläranlage, die auch Abwässer von belgischer Seite aufnimmt, und der Kindergarten im belgischen Küchelscheid, der auch von Kindern aus Kalterherberg besucht wird, im Fokus. An der Kläranlage kam auch zur Sprache, dass durch gesetzliche Vorgaben, egal auf ob europäischer oder nationaler Ebene, nicht alles übertrieben bis ins Kleinste geregelt werde dürfe, damit nicht am Ende die Gebührenzahler die Zeche zahlen.

„Mit Margareta Ritter für Monschau, Patricia Creutz-Vilvoye für die Deutschsprachige Gemeinschaft und Sabine Verheyen für die Grenzregion im Europäischen Parlament” - so lautete das Fazit des Nachmittags beim abschließenden gemütlichen Beisammensein. Auch nach den Wahlen sollen die Kontakte gepflegt werden. Das entspreche auch dem Gedanken der Städteregion, wo eine weitere Vernetzung mit den NRW- Nachbarkreisen, besonders aber auch mit den Nachbarn in Belgien und den Niederlanden angestrebt werde, so Micha Kreitz.
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