„Pampersliga” mit Ballgefühl

Von: bab
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Auch die Mannschaft Mr. and Mrs. Business nahm am Juxturnier anlässlich der Jugendsportwoche in Rott teil. Foto: Barbara Berger

Rott. Hoffnungsvoll schaut Jugendleiter Georg Krott zum grauverhangenen Himmel und zuckt dann hilflos mit den Schultern: „Beim Fußball muss man bei Wind und Wetter draußen auf dem Platz stehen. So ist das halt.”

Aller minutiöser Planungen zum Trotz: Das selten unwirtliche Maiwetter der letzten Tage konnte auch der SV Rott für die Jugendsportwoche nicht beeinflussen.

Aber wenigstens der Regen hatte am Freitagnachmittag eine kleine Pause eingelegt. Drei Tage lang bot der Kunstrasenplatz der Rotter Fußballer jugendlichen Sportlern aus den umliegenden Orten, dem Kreis Aachen und dem Dürener Raum die Möglichkeit, ihre sportlichen Qualitäten unter Beweis zu stellen und sich mit Gleichaltrigen zu messen.

Von insgesamt 70 angeschriebenen Vereinen, waren letztlich 40 zu dem Traditionsturnier, das bereits seit etwa 30 Jahren stattfindet, nach Rott gekommen. Den Anfang machten am Donnerstag die Nachwuchsspieler. Gespielt wurde nach dem Fair Play System ohne Schiedsrichter. 13 Mannschaften traten bei den Bambini in drei Gruppen an. Mit einem zwei zu eins im Elfmeter konnte sich der Gastgeber SV Rott schließlich gegen die ebenfalls starke Konkurrenz vom FC Roetgen durchsetzen.

Die 2004 und danach Geborenen starteten hingegen in einem eigenen Turnier, der so genannten „Pampersliga”. Hier hatten die Roetgener Kicker das bessere Ballgefühl und belegten den ersten Platz.

Anschließend standen sich die Jugendlichen der F-Jugend auf dem Platz gegenüber. Acht Mannschaften hatten sich in dieser Klasse gemeldet. Letztlich triumphierte der Roland Rollesbroich im Finale, während der SV Rott sich mit einem zweiten Platz ebenfalls erfolgreich zeigte.

Statt sich mit eiskalten Erfrischungen die Stirn zu kühlen, fragten die jüngsten Spieler zu Beginn des Turniers vor allem nach warmen Getränken. „Wir haben das Turnier am Donnerstag wegen den ziemlich kühlen Temperaturen ein wenig abgekürzt”, sagte Jugendleiter Krott.

Geheimnis sind die Eltern

Trotzdem bewertete er den ersten Spieltag als zufriedenstellend: „Obwohl der Wettergott kein Einsehen mit uns hatte, sind viele Zuschauer gekommen.” Vor allem die Eltern feuerten die jungen Spieler an. Ihnen gilt auch der Dank des Jugendleiters, denn besonders die Väter und Mütter der Rotter Sportler hatten sich an den Planungen der Jugendsportwoche beteiligt und unterstützten den Verein nach Kräften. Dies sei auch das Geheimnis der erfolgreichen Jugendabteilung des SV Rott „Momentan haben wir etwa 150 Jugendliche im Verein”, so Krott, soeben seien die A-Junioren in die Mittelrheinliga aufgestiegen (ir berichteten). Sogar zwei Bundesligaspieler konnten die Rotter bereits stellen.

Diese Erfolge begründet er damit, dass „das Familiäre und die soziale Komponente beim SV Rott immer mit im Vordergrund stehen”. Dies seien entscheidende Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Nachwuchsförderung.

Höhepunkt und gleichzeitig den würdigen Abschluss der Jugendsportwoche bildete das Meisterschaftsspiel des SV Rott in der Verbandsliga der B-Junioren gegen den 1. JFS Köln, bei dem sich der Gastgeber souverän mit 6:3 durchsetzen konnte.

Diesen spannenden Abschluss wollte wohl auch das von Jugendleiter Krott gefürchtete Eifelwetter nicht verpassen und ließ die Sportwoche des SV Rott doch noch mit sonnig-frühlingshaftem Wetter enden.
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