Palliatives Netzwerk: Hilfe für Sterbenskranke

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Schwerstkranke Menschen in Stadt und Kreis Aachen bekommen bessere Chancen auf eine schmerzfreie und selbstbestimmte letzte Lebensphase. Ein palliatives Netzwerk aus zehn Berufsgruppen und Ehrenamtlichen hat am Freitag seine Arbeit aufgenommen.

„Es gehört Mut dazu, den Tod mitten ins Leben zu holen”, sagte Geschäftsführerin Veronika Schönhofer-Nellessen von der Servicestelle Hospizarbeit, als das Palliative Netzwerk für die Region Aachen jetzt im Krönungssaal des Rathauses zusammenkam.

Zur Auftaktveranstaltung des frisch gegründeten Vereins hatten sich zahlreiche Vertreter beteiligter Einrichtungen und Institutionen eingefunden: Sie alle wollen gemeinsam dafür sorgen, „dass schwerstkranke Menschen aus der gesamten Region Aachen bis zum Tod dort begleitet werden, wo sie ihre letzte Zeit verbringen wollen”.

Eine würdevolle und vernetzte Versorgung, die die Wünsche und Bedürfnisse des Sterbenden in den Mittelpunkt stellt, sei das erste Anliegen des Netzwerks, betonte Schönhofer-Nellesssen. Und je enger die einzelnen Institutionen und Einrichtungen dabei zusammenarbeiteten, desto besser könnten sie ihre Aufgabe bewältigen.

Palliativstationen, ambulante Hospizdienste, das stationäre Hospiz, Home Care Aachen, Fachärzte, Hausärzte, ambulante Pflegedienste, Altenheime, Krankenhäuser, Trauerbegleiter, Bestatter und viele mehr haben sich im Netzwerk zusammen gefunden, um sich auszutauschen und zu kooperieren. Wenn sie sich jetzt ausgerechnet im Krönungssaal trafen, kam das nicht von ungefähr.

„Wir wollten öffentlich deutlich machen, dass Palliativversorgung ins Herz Aachens und der Region gehört”, erklärte Aachens Oberbürgermeister Jürgen Linden und fügte hinzu: „Es ist wichtig, das Bewusstsein der Menschen für die Notwendigkeit dieser Arbeit zu schärfen.”

„Schwerstkranke Menschen in Stadt und Kreis Aachen bekommen bessere Chancen auf eine schmerzfreie und selbstbestimmte letzte Lebensphase. Ein palliatives Netzwerk aus zehn Berufsgruppen und Ehrenamtlichen hat am Freitag seine Arbeit aufgenommen.

Das Netzwerk habe regionale Bedeutung und die Städteregion sei vor allem auch deshalb gegründet worden, um solche überregionale Themen besser handhaben zu können.

„Palliativmedizin muss in allen Bereichen des Lebens vertreten sein”, forderte Linden und lobte gleichzeitig den Mut und den Einsatz all jener, die mit Herzblut in diesem Bereich arbeiten. Auf seine Unterstützung könne das Netzwerk auch weiterhin zählen. „Ich bin dabei, wo ich dabei sein kann.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert