Pädagoge: Schulen und NS-Gedenkstätten müssen mehr kooperieren

Von: kna
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Aachen. Eine stärkere Zusammenarbeit von Schulen, Gedenkstätten und Jugendarbeit bei der Aufarbeitung des Holocaust fordert der Kölner Pädagogikprofessor Matthias Proske.

Neben ihren spezifischen Möglichkeiten hätten die jeweilige Einrichtungen auch Grenzen, das Thema angemessen zu reflektieren, sagte Proske am Mittwochabend in Aachen.

So sei es Aufgabe von Schulen, Wissen zu vermitteln. Sie stießen aber an ihre Grenzen, wenn es um eine emotionale Auseinandersetzung gehe. Diese ermögliche aber der Besuch einer Gedenkstätte, wo Kindern und Jugendlichen eine unmittelbare Anschauung geboten werde.

Stärke der Jugendarbeit seien der soziale Bereich und die Meinungsbildung. Proske verwies darauf, dass es immer weniger Menschen gebe, die den Nationalsozialismus selbst erlebt haben.

Aus demografischen Gründen rücke das Gedenken an die NS-Verbrechen immer mehr aus dem zeitgeschichtlichen in den allgemeingeschichtlichen Kontext. Daher komme den Erinnerungsstätten und dem schulischen Geschichtsunterricht eine wachsende Bedeutung zu.

Proske äußerte sich in der Bischöflichen Akademie Aachen anlässlich des Holocaust-Gedenktages. Nach dem Vortrag wurde eine Ausstellung mit Fotos aus der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang eröffnet. Sie ist bis 27. Februar zu sehen.

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