Kesternich - Ortsumgehung Kesternich: 30 weitere gelbe Mahnungen

Ortsumgehung Kesternich: 30 weitere gelbe Mahnungen

Von: hes
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Rund 30 weitere gelbe Schilder
Rund 30 weitere gelbe Schilder mit der Forderung „Umgehungsstraße - sofort!” bringt die Bürgerinitiative in diesen Tagen im Ort an. Foto: Schepp

Kesternich. Josef Granrath will ein Zelt aufstellen, Kaffee und Kuchen machen und den Grill anwerfen, damit die verantwortlichen Politiker ihn mal an einem Sonntagnachmittag im Sommer besuchen. „Aber leider haben alle meine Einladung bisher abgelehnt”, bedauert der Kesternicher Bürger, früher selbst für die SPD im Gemeinderat.

Den Volksvertretern entgeht somit der „ganz normale Wahnsinn”, der sich nach den Worten der Bürgerinititiave für die Ortsumgehung Kesternich „hier täglich und vor allem auch an Wochenenden und Feiertagen abspielt”. Die seit Jahren bekannten Verkehrsbelastungen auf der Bundesstraße und auf der Straucher Straße haben nach Informationen und eigener Beobachtung der Anwohner in jüngster Vergangenheit weiter zugenommen. Werktags setzt ab 5 Uhr in der Frühe Lkw-Verkehr ein, „weil unsere Straßen sich prima eignen, um Mautgebühr zu umfahren”, weiß Bernd Mommertz. Auch die Pkw-Menge und, was fast noch schlimmer sei, der Zweiradverkehr am Wochenende nehme stetig weiter zu, wie die Bürgerinitiative nun auch durch Zählungen der Städteregion bestätigt bekam.

Schlimm ist nach Meinung der Bürgerinitiative, die nun 30 weitere Plakate für ihr Anliegen anbrachte, vor allem auch das Tempo, mit dem die genannten Straßen als „Einflugschneisen” missbraucht und damit Fußgänger Radfahrer und vor allem Schulkinder gefährden würden. Nicht zufällig habe es allein im letzten Monat ein halbes Dutzend Verkehrsunfälle hier gegeben. Und um dem dichten und gefährlichen Verkehr auf Straucher und Bundesstraße zu entgehen, haben einige Autofahrer schon ihre eigene „Umgehung” entdeckt und nutzen die völlig ungeeignete 30er-Zone Im Sief/Am Sportplatz als Abkürzung.

All dies sind für die engagierten Bürger Gründe genug, dass „nun endlich etwas passiert und vielleicht noch vor den Sommerferien die Offenlage des Trassenverlaufs erfolgt”, wie Christoph Keischgens fordert. Nach Abweisung der Petition der Umgehungsstraßen-Gegner könne es doch nun endlich im Verfahren weitergehen, findet auch Bernd Mommertz. Wichtig ist ihm, „dass ein Weg gefunden werden muss, der die berechtigten Interessen sowohl der Anwohner, wie auch der Gastronomie und Tourismusbetriebe berücksichtigt”, denn, so Mommertz, „wir haben nichts gegen die Gäste in unserer schönen Eifel”.
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