Ortseingang Rollesbroich: Verkehrsberuhigung nicht ungefährlich

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
9389728.jpg
Vermehrt Unfälle anstatt Verkehrsberuhigung: Die beiden Fahrbahnverschwenkungen an der K 32 vor dem Ortseingang Rollesbroich sollen optimiert werden. Foto: P. Stollenwerk
9389738.jpg
Schon wieder ein Unfall: Die Warnbake an der K 32 vor Rollesbroich wurde abgerissen.

Rollesbroich. Mehr Sicherheit für Autofahrer und Fußgänger zu erreichen, lautete das Ziel, als vor einigen Jahren auf der Kreisstraße 32 kurz vor dem Ortseingang Rollesbroich zwei versetzte Verkehrsininseln an der rechten und linken Fahrbahnseite angelegt wurden und zur besseren Wahrnehmung für die Verkehrsteilnehmer mit rot-weiß gestreiften Warnbaken ausgestattet wurden.

Was als Verkehrsberuhigungsmaßnahme gedacht war, erwies sich in der Praxis aber mitunter als gefährliche Falle, die das Unfallrisiko für die Autofahrer erhöhte.

Wer aus Richtung Simmerath über die K 32 nach Rollesbroich fährt und nicht ganz konzentriert bei der Sache ist, kann am Ortseingang Rollesbroich eine böse Überraschung erleben. Die hier auf beiden Seiten eingebauten Fahrbahnverschwenkungen mit Warnbaken erfüllen zwar durchaus den Zweck der Geschwindigkeitsreduzierung, aber so mancher Autofahrer hat die Barriere auch schon zu spät gesehen, so dass es hier bereits zu mehreren Unfällen gekommen ist.

Erst in der vergangenen Woche kam es in Fahrtrichtung Rollesbroich zu einem weiteren Verkehrsunfall mit Sachschaden. Wieder landete ein Autofahrer in der Verschwenkung und riss das Warnschild mit. Ersatzweise wurden zwei mobile Warnbaken aufgestellt, um die Unfallstelle abzusichern.

Diskussion lebt wieder auf

Durch diesen Unfall lebte jetzt auch die Diskussion wieder auf, wie man diese Form der gut gemeinten, aber schlecht gemachten Verkehrsberuhigung, entschärfen kann. In diesem Zusammenhang brachte die UWG Simmerath wieder ihren Antrag vom Herbst 2014 ins Gespräch, als man angeregt hatte, eine Verbesserung herbeizuführen.

„Der erneute Unfall zeigt wieder einmal, dass die Warnbaken viel zu eng stehen“, sieht Reinhold Köller, sachkundiger Bürger für die UWG, dringenden Handlungsbedarf. Bereits in der Sitzung des Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschusses im September habe die UWG beantragt, wegen der Unfallhäufung eine „weniger gefährliche Lösung“ zu prüfen. Die Verengung sei für Autofahrer oft zu spät erkennbar, außerdem sei der Abstand zwischen den beiden Baken zu gering, lautete die Kritik.

Auch Vertreter der anderen Fraktionen hatten in der Sitzung bestätigt, dass die verspätete Wahrnehmung der Baken in der Tat ein Problem darstelle. Auch wenn die Ausführung der Baken bereits verändert worden sei und weniger Unfälle zu verzeichnen seien, sei hier Handlungsbedarf gegeben, hatte auch Rollesbroichs Ortsvorsteher Marc Topp den Vorstoß unterstützt.

Der Ausschuss hatte seinerzeit leicht abweichend vom Vorschlag der UWG einstimmig beschlossen, dass die Verkehrskommission bei ihrer nächsten Besprechung das Thema aufgreifen solle und die Gemeindeverwaltung Simmerath bei der Straßenverkehrsbehörde der Städteregion die Erarbeitung einer besseren Lösung anregen solle.

Dass die Verwaltung in dieser Richtung bereits aktiv geworden ist, konnte am Montag Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bestätigen. Ende Oktober habe man die Straßenverkehrsbehörde bei der Städteregion angeschrieben und gegenüber dem jetzigen Zustand eine „optimierte Form“ der Verkehrsberuhigung auf der K 32 angeregt.

Auch das Ordnungsamt stehe im Dialog mit der Behörde, die letztlich die Entscheidung darüber treffe, was umsetzbar sei.

Sobald die Straßenverkehrsbehörde einen Lösungsvorschlag unterbreite, werde man den Ausschuss unterrichten.

Auch Karl-Heinz Hermanns bezeichnet die jetzige Form der Verkehrsberuhigung als „nicht optimal“. Wegen der gestiegenen Unfallhäufigkeit müsse diese „unbefriedigende Lösung“ überprüft werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert