Monschau - Ordensritterin Magga ohne Macht

Ordensritterin Magga ohne Macht

Von: ess
Letzte Aktualisierung:
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Heinz Mertens und seine Firma „Vogelhäuschen urbi et orbi”, herrlich-intelligenter Blödsinn, staubtrocken vorgetragen. Foto: Ernst Schneiders

Monschau. Es ist gut und gerne ein Jahr her, als Monschaus Ordensritterin Magga (ohne von und zu, auf und davon) letztmals in diesem Outfit gesichtet wurde, einer Mischung aus Revue-Girl und Kandidatin für die Wahl zur „Miss Montjoie”.

Aber auch in diesem Jahr war die Verwaltungschefin ausgesprochen wohlgestimmt, einige freie Tage vor Augen, denn sie drückte Prinzessin Melanie geschwind den Stadtschlüssel in die Hand und erklärte ihr von Frau zu Frau, wie die Bürgermeistersprechstunde am kommenden Samstag von neun bis zwölf denn normalerweise so abläuft.

Prinz Marc stand letztlich ohne Schlüssel da und meldete „Klärungsbedarf” an. Auch „Biebesse”-Präsident Bernd Pontzen riet der Ex-Bürgermeisterin, sich nicht länger in der inneren Angelegenheiten der Narren einzumischen. Der Bau einer neuen Schwimmhalle werde gecancelt, zunächst einmal erhalte die KG eine neue Halle für den Wagenbau.

Zuvor waren die „Biebesse” mit allem angerückt, was laufen konnte. Die zahlenmäßige Überlegenheit, so war zu hören, war reiner Selbstschutz. Nicht auszuschließen sei schließlich gewesen, dass es im Rathaus noch einige Widerstandsnester gegeben hätte.

Die Karnevalisten kannten die Bürokraten offensichtlich schlecht, denn die Belegschaft des Rathauses fand sich bunt kostümiert und ohne Murren mit dem Zwang zum Nichtstun ab, bei Bier, Sekt, belegten Brötchen und Suppe.

Seniorenmomente

Es gab Mariechentänze und jede Menge Orden, auch vom Höfener Kinderprinzenpaar und vom Konzener Kinderdreigestirn, begleitet von einigen Pagen. Page Felix, ein kleiner Knirps in rotem Wams, war der mit Abstand jüngste Jeck im Monschauer Ratssaal. Wer der älteste war, oder später der gesichtsälteste, musste der Tag bringen.

Seniorenmomente gab allerdings schon einmal Heinz Mertens zum Besten, Monschauer Urgestein und Kämmerer der Gemeinde Roetgen.

Er hat sich nämlich Gedanken gemacht, was er als Rentner so treibt, wenn er in der kleinen Nachbargemeinde demnächst aufhört, auf eine leere Kasse aufzupassen. Er gründet die Firma „Vogelhäuschen urbi et orbi”, muss allerdings noch mit dem Heiligen Stuhl über das eventuelle Copyright für Teile Konzernnamens verhandeln.

Ob farblich für alle politischen Geschmäcker, das Modell Bosporus mit Minaret, das Model Holländer mit untermontiertem Einachser oder das Model Aldi mit einer Einkaufstüte des Discounters als Dach für die „Nachbargemeinde im Norden”, das weltweit operierende Unternehmen kann auf jeden Kundenwunsch reagieren.

„Merr die Sömmeter krije keent!” Im zunehmenden Volksgemurmel ging der teilweise herrlich-intelligente Blödsinn etwas unter. Schade drum.
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