Simmerath - Opposition sieht Gemeinschaftsschule als Chance

Opposition sieht Gemeinschaftsschule als Chance

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
oppositionbild
Die Hauptschulen in Monschau (Bild) und Simmerath haben an Attraktivität und damit vor allem an Schülern verloren. Bevor die Gebäude im schlimmsten Falle einmal leer stehen, laufen zwischen Monschau und Simmerath Gespräche über eine Gemeinschaftsschule. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Den Vorwurf des Simmerather CDU-Fraktionsvorsitzenden Bruno Löhrer, die Oppositionsparteien torpedierten eine überkommunale Lösung bei der Frage zur Zukunft der Schulen im Sekundarbereich I, wollen die drei Fraktionsvorsitzenden der SPD, der UWG und der Grünen nicht unkommentiert stehen lassen.

Gregor Harzheim, Claus Brust und Günter Mießen stellten jetzt klar, dass schon seit Jahren feststehe, dass die Hauptschule wegen des demographischen Wandels und wegen stetig sinkender Akzeptanz in der Bevölkerung „keine Zukunft” mehr habe. Seit zwei Jahren komme sowohl in der Hauptschule Monschau-Roetgen als auch in der GHS Simmerath nur noch mit Mühe eine Eingangsklasse (weniger als 20 Schüler) zustande.

Die Simmerather Oppositionsparteien hätten ebenso wie die Landes-CDU diese „dramatische Entwicklung” mit ihrem Festhalten an der Hauptschule „beharrlich ignoriert”. Noch vor einem Jahr sei die Diskussion dazu im Simmerather Schulausschuss immer wieder verschleppt worden, unter anderem mit dem Hinweis auf die Landtagswahlen im Mai 2010.

SPD, UWG und Grüne in Simmerath vertreten die Meinung, dass das Projekt „Gemeinschaftsschule” der neuen Landesregierung „eine Perspektive und gemeinsame Chance für die Schullandschaft im Sekundarbereich I in der Nordeifel sein könnte”. Daher habe am 26. September beantragt, dies zu prüfen. Im Antrag stehe, dass eine Abstimmung mit den Nachbarkommunen und eine rechtzeitige Einbeziehung von Eltern und Lehrern unbedingt nötig sei, um eine einvernehmliche Lösung zu erzielen.

Deshalb sei die anstehende Infoveranstaltung mit einer Expertin von der Regierung und allen Beteiligten am 8. November in Monschau zu begrüßen.

Ergänzend teilt UWG-Fraktionsvorsitzender Claus Brust mit, dass die Gemeinschaftsschule ganz neue Möglichkeiten biete für individuelle Förderung und ein durchlässiges, flexibles System. Sie seien als Ganztagsschulen konzipiert und es böten sich Möglichkeiten zu kreativen und gesellschaftlichen Angeboten, zu Ruhe- und Studienzeiten, in denen die Hausaufgaben in Anwesenheit eines Lehrers erledigt werden könnten.

Die wichtigste Frage sei, wie eine Gemeinschaftsschule in das bestehende dreigliedrige Schulsystem eingegliedert werden solle, „ohne dass Nachteile für bestimmte Schülergruppen entstehen oder der Begriff nur ein Etikettenschwindel ist”.

Die Voraussetzungen an der Simmerather Hauptschule bezeichnen SPD, Grüne und UWG als „denkbar günstig”. Das rundum erneuerte Gebäude der Hauptschule mit der räumlichen Verbundenheit von neuer Mensa, Dreifachhalle, Sportplatz, berufsbildendem Zentrum und in der Zukunft einem Schwimmbad, böten „sehr gute Voraussetzungen für einen attraktiven Schulstandort”. Auch die Lage der Schule am Ortsrand, umgeben von Wiesen, sei ideal.

Wenn CDU-Sprecher Bruno Löhrer behaupte, dass die Gespräche der Verwaltungen Monschau, Simmerath und Roetgen „wesentlich weiter sind” dann dokumentiere er nur, dass der Bürgermeister mit der CDU/FDP „wieder etwas heimlich ausbrütet”.

Claus Brust betont, dass es seitens der Opposition kein „Störfeuer” gebe, wie Bruno Löhrer es behauptet habe. Der UWG-Sprecher: „Wenn er Militärausbildung hätte wie ich, würde er wissen, wozu ein Störfeuer dient.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert