Boich - Opa Berthold auf der Jagd nach dem Mörder

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Opa Berthold auf der Jagd nach dem Mörder

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:

Boich. Das beschauliche Pensionärdasein in einer Seniorenresidenz im Schatten der Burg Nideggen ist Opa Bertholds Sache nicht. Der rüstige Pensionär langweilt sich. Doch der ruhige Alltag wird durch einen Mord gestört: Ein amerikanischer Kriegsveteran wird von einem Burgfelsen gestürzt.

Und Opa Berthold stürzt sich in den mysteriösen Fall, der ihn und seine Mitstreiter aus dem Altersheim in die schrecklichen Kämpfe der Schlacht um den Hürtgenwald und seine dunklen Geheimnisse führt. Zum Leidwesen seiner Enkelin Rita, einer Kriminalkommissarin aus Köln.

Guido M. Breuer aus dem Kreuzauer Ortsteil Boich hat sein Erstlingswerk „All die alten Kameraden” genannt. Doch genau betrachtet ist es nicht sein erstes Werk: „Schon in der Grundschule habe ich entdeckt, dass ich Spaß am Schreiben habe!” Er verfasste zunächst Gedichte, schrieb in späteren Schülerjahren Kurz- und Gruselgeschichten oder vertiefte sich in Western. Doch während Banklehre und Studium der Betriebswirtschaftslehre trat die Schriftstellerei in den Hintergrund.

Vor neun Jahren entdeckte der gebürtige Birkesdorfer sein Hobby wieder. Ihm wurde aber schnell klar: Nicht nur zum eigenen Vergnügen, sondern auch, um die Öffentlichkeit zu unterhalten, griff er wieder zur Feder - besser: zur Tastatur.

„Ich wollte einen Eifelkrimi schreiben”, sagt er. Doch ging es ihm nicht darum, naturgetreu Orte und Landschaft zu schildern. „Natürlich muss der Krimi spannend sein, er muss aber auch humorvoll sein, er muss sich mit den wichtigen Frage der menschlichen Existenz beschäftigen.”

Nicht austauschbar

Für den 42-jährigen Unternehmensberater musste aber auch eine andere Voraussetzung erfüllt sein: „Der Fall darf nicht austauschbar sein. Er muss eng mit der Landschaft, in der ich lebe, verbunden sein.” Die Kämpfe im Hürtgenwald, ihre schrecklichen Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Lebenden bis in die heutige Zeit boten sich dazu gerade an, erzählt der Autor.

Und auch die Protagonisten, ob alt oder jung, sind Menschen, die in der Region verwurzelt sind, mit ihrer Lebenserfahrung, ihren verschiedenen Charakteren. Guido M. Breuer thematisiert auch das Miteinander der Generationen, will er doch mit seinem Eifelkrimi nicht nur „gute Unterhaltung, die an erster Stelle steht”, anbieten, sondern soll auch „tiefer bohren”.

Wie Opa Berthold, der nicht aufgibt und den Fall natürlich meistert. Doch mit der Lösung wird des Opas Alltag nicht wieder langweilig. Breuer will den rüstigen Senior, der bereits Mitte 70 ist, noch so manchen Fall lösen lassen. „Natürlich wird Opa Berthold älter, werden seine Gebrechen zunehmen, aber er wird nicht untätig bleiben.” Und die Fälle, in die sich der Rentner stürzt, werden immer einen Bezug zu der Landschaft haben, in der Protagonist und Autor wohnen: die Eifel.
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