Nordeifel - Oktober 2017: Warm und ein bisschen golden

Oktober 2017: Warm und ein bisschen golden

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Ende Oktober begann auch in der Nordeifel die Maisernte – so wie hier in der Nähe von „Am Gericht“. Die Bäume hatten zum Ende des Herbstmonates schon viele Blätter abgeworfen. Trotz der Flocken am Sonntag war dies bisher aber kein Zeichen für einen frühen Winter. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Zwei schlappe Herbststürme, wenig Regen und sehr hohe Temperaturen zur Monatsmitte gehörten zu den Höhepunkten des zweiten Herbstmonats. Nach einem nasskalten September leuchteten die bunten Blätter im trockenen Oktober besonders golden.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 9,8 Grad in Kalterherberg und 11,5 Grad in Simmerath betrug die Abweichung vom Mittelwert (1981-2010) enorme 2,5 bis 3,0 Grad. In den letzten 70 Jahren waren im Monschauer Höhengebiet nur die Oktober 2001 (12,7 Grad in Simmerath) und 2006 (12,4 Grad) deutlich wärmer.

Herausragend waren die spätsommerlichen Höchstwerte. Während es in der ersten Monatshälfte nur mäßig warm war, begann nach der Monatsmitte ein extrem warmer Abschnitt mit ein bis zwei Sommertagen (ab 25 Grad) im Aachener Flachland. Die Spitzenwerte des Kreises Aachen, Düren und Euskirchen vom 15. und 16. Oktober waren die höchsten von ganz NRW und nur rund um Freiburg war es in Deutschland noch etwas wärmer.

Folgende Werte meldeten unsere Wetterbeobachter im Kreis Aachen: Mützenich 21.9 Grad, Kalterherberg 22.4 Grad, Höfen 22.8°, Simmerath-Strauch 23.5 Grad, Roetgen 24.7 Grad, Windpark Schmidt 24.8 Grad, Aachen-Brand 25.7 Grad, Alsdorf-Warden 26.2 Grad, Geilenkirchen 27.2 Grad und Spitzenreiter wurde Stolberg mit 27.4 Grad (Platz zwei in NRW hinter Weilerswist mit 27.8 Grad).

Für das Aachener Land waren es die spätesten Sommertage über 25 Grad seit dem 19. Oktober 1921 (damals gab es im Oktober unglaubliche neun Sommertage in Aachen Stadt).

Herbstlich kühl mit ersten Bodenfrösten in den höheren Lagen wurde es erst am 30. und 31. Oktober. Kalterherberg erreichte in den Morgenstunden den ersten Luftfrost mit -1,6 Grad und Bodenfrost bis -6 Grad. Die ersten Bodenfröste in den Niederungen kamen erst am 6. und 7. November, so spät wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Die Stürme Xavier zu Beginn des Monats und Herwart am Monatsende waren in der Eifelregion weniger schlimm als in Norddeutschland. Die stärksten Böen am 5. und 29. Oktober erreichten zwischen dem Windpark Wahlerscheid auf 600 m und Kalterherberg 76 bzw. 78 km/h, im Aachener Flachland waren es maximal 69 km/h an der Deponie in Alsdorf-Warden.

Eher durchschnittlich blieb die Ausbeute der Sonnenscheindauer. Die Summen blieben durchweg unter dem langjährigen Klimawert. Hier einige Ergebnisse: Deponie Aachen 129 Stunden, Windpark Schöneseiffen 115, Windpark Schmidt und Aachen-Brand 97, Kalterherberg 92 und Monschau-Mützenich (Lauscheit) 88 Stunden.

Bei sehr ruhigen Wetterlagen gab es zwar viele wolkige Tage, allerdings nur wenig Niederschlag. Rheinland-Pfalz und das westliche Rheinland hatten die niedrigsten Regenmengen in Deutschland.

In den Höhenlagen der Nordeifel fielen 87 (Mützenich) bis 99 Liter pro Quadratmeter (Kalterherberg). Deutlich mehr waren es im Hohen Venn mit 141 l/qm, z.B. in Mont Rigi. Die geringsten Niederschläge fielen im Oktober rund um Aachen und an den Talsperren: Alsdorf-Warden 31,5 l/qm, Stolberg 33 l, Rurberg 40 l, Windpark Schmidt 50 l, Aachen-Orsbach 52 l und Brand 61 l/qm.

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