OGS-Träger schließen sich zusammen

Von: hes
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Seit rund zehn Jahren leisten die Betreuungsangebote an den Grundschulen in der Eifel wichtige Unterstützung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die angemeldeten Kinder werden dabei mit bunt gefächerten Kursangeboten und der Hausaufgabenbetreuung (wie hier an der OGS in Imgenbroich) gut versorgt. Nachdem bisher in der Stadt Monschau alle Grundschulen den Aufbau und Betrieb der Offenen Ganztags- und gesicherten Vormittagsbetreuung autark organisiert haben, soll die Trägerschaft nun zu einem Verein für das gesamte Stadtgebiet Monschau zusammengefasst werden. Foto: H. Schepp

Monschau. Auch wenn die Zusammenlegung der Grundschulen Imgenbroich und Konzen voraussichtlich um ein Jahr verschoben wird, soll zum Schuljahr 2017/18 auch die OGS-Betreuung aller Monschauer Grundschulkinder unter eine einheitliche Struktur gestellt werden.

Zum Stand der Vorbereitung dieses Zusammenschlusses der Träger informierte die Verwaltung kürzlich im Monschauer Bildungsausschuss. Ende Oktober hatte dazu ein Arbeitstreffen mit Vertretern des Schulträgers, der Politik, der Schulleitungen und der OGS-Trägervereine stattgefunden.

Derzeit wird die OGS-Betreuung für die drei Grundschulen durch den Verein der Freunde und Förderer der GS Mützenich e.V., den Verein zur Betreuung Monschauer Grundschulkinder (Höfen) und den Förderverein der GGS Imgenbroich-Konzen als Trägervereine sichergestellt. Zum Stichtag 15. Oktober nahmen 117 Kinder an der OGS-Betreuung teil: 32 an der Grundschule Kalterherberg-Mützenich, 19 an der Heckenlandschule Höfen und 66 Kinder an der Gemeinschaftsgrundschule Imgenbroich-Konzen.

Ergänzend wird in Kalterherberg eine „Acht-bis-Eins-Betreuung“ als außerunterrichtliche Betreuungsform angeboten. Dieses Angebot, das über den Höfener OGS-Trägerverein mit organisiert und umgesetzt wird, nehmen derzeit etwa 30 Kinder wahr, vornehmlich aus den Klassen eins und zwei. Die OGS-Trägervereine werden im Ehrenamt durch Vorsitz und Geschäftsführungen geleitet. Die Koordination vor Ort, die sich beispielsweise um die Einteilung der Betreuungskräfte kümmert, wird teils im Ehrenamt und teils als geringfügige Beschäftigung erledigt.

Die pädagogischen Betreuungskräfte arbeiten auf Festangestellten- oder auf Honorarbasis. Einig war man sich beim Arbeitstreffen, dass die Vereinheitlichung der OGS-Verwaltungs- und Betreuungssituation im Zusammenhang mit der künftigen organisatorischen Aufstellung der Grundschulen erfolgen soll.

Angestrebt werde nur noch ein OGS-Trägerverein für alle offenen Ganztagsschulen im Stadtgebiet, wie es etwa bei der Gemeinde Simmerath auch bereits praktiziert wird. „Auch sind wir übereingekommen, dass die Betreuung Acht bis Eins in Kalterherberg und Höfen nicht von vornherein nicht mehr angeboten werden soll. Alle Betreuungsformen, die staatlich unterstützt werden, sollen auch weiterhin angeboten werden, sofern dies Elternwille ist“, sagte Bürgermeisterin Margareta Ritter im Bildungsausschuss.

Auch personell sollen sich durch den Schulterschluss keine negativen Konsequenzen ergeben, „alle derzeit tätigen Kräfte sollen an ihren jeweiligen Einsatzorten erhalten bleiben“, wie es in der Mitteilung heißt. Der Vorsitz und die Geschäftsführung des Vereins sollen dann zentral erfolgen, „die Koordination sowie die organisatorische und pädagogische Leitung bleiben vor Ort in den jeweiligen OGS“, erläuterte die Bürgermeisterin.

Für die Geschäftsführung liege der Stadt Monschau ein Angebot von Winnie Bauer, derzeit Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der KGS Mützenich, vor. „Er bietet an, dienstleistend und auf Honorarbasis die gesamte Verwaltungs- und Finanzarbeit des Vereins zu übernehmen“, so Ritter.

Die Abrechnung der Festangestellten, der Honorarkräfte sowie der Elternbeiträge verbleibt bei der Stadt Monschau bzw. vor Ort. „Die Geschäftsführung lässt sich ehrenamtlich in dieser Dimension nicht mehr ehrenamtlich leisten“, sagte Margareta Ritter und unterstrich: „Unser politisches Ziel ist es auf jeden Fall, die OGS-Beiträge nicht anzuheben.“

Die Verwaltung wird in Kürze die Satzung des Vereins zur Betreuung Monschauer Grundschulkinder mit Überarbeitungsvorschlägen versehen und den OGS-Trägervereinen zur Prüfung zuleiten, „um der künftig erweiterten Aufgabe und Rolle dieses Vereins gerecht werden zu können“, so die Mitteilung. Parallel würden weitere rechtliche Anforderungen geprüft, etwa für mögliche notwendige Auflösungen und Liquidationen der anderen Vereine.

Ungeachtet davon werden die OGS-Trägervereine die Ergebnisse in ihre Vereine tragen und entsprechende Beschlüsse ihrer Mitgliederversammlung vorplanen. Der Zusammenschluss wird, auch bei einem späteren Umzug der Grundschule Imgenbroich nach Konzen, für März 2017 angepeilt, da bis zum 31. März die Anmeldungen für die OGS des neuen Schuljahres vorliegen müssten, wie es hieß. Noch in diesem Jahr wird sich der Kreis erneut treffen, „um das Vorhaben weiter und zügig voranbringen zu können“, so die Verwaltung.

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