OGS: Langer Wunschzettel für neuen Träger

Von: hes
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Roetgen. Mehr Flexibilität bei den Betreuungs- und Abholzeiten, mehr Qualität bei der Hausaufgabenbetreuung, eine auch tageweise Betreuung und Ferienbetreuung für alle Kinder. Der Aufgabenkatalog für den künftigen Träger der Offenen Ganztagsschule an der Gemeinschaftsgrundschule Roetgen ist stattlich.

Anfang nächsten Jahres wird die Politik gemeinsam mit der Leitung der Grundschule Roetgen darüber entscheiden, in wessen Obhut künftig die Roetgener Grundschulkinder nachmittags gegeben werden.

Dem Bildungs-, Generationen, Sozial- und Sportausschuss der Gemeinde wurde nun das Ergebnis einer Elternbefragung vorgestellt, die die Bedürfnisse und Probleme der Erziehungsberechtigten in Bezug auf die Angebote der bisherigen Betreuung aufzeigen sollte. Allerdings machte nicht einmal ein Viertel der Roetgener Grundschuleltern von dem Angebot Gebrauch, sich zur OGS-Betreuung zu äußern, wie Michaela Maas vom Schulamt berichtete. 467 Fragebögen wurden an die Eltern der vier- bis zehnjährigen Kinder der Einschulungsjahrgänge 2011/12 bis 2016/17 verteilt, doch davon kamen nur 108 (gleich 23,13 Prozent) ausgefüllt zurück.

Gleichwohl sind die Ergebnisse für Politik und Schulverwaltung recht aufschlussreich und zeigen insbesondere dem neuen Träger, wo er ansetzen muss. Viele Elternantworten untermauern zudem auch die gewachsene Unzufriedenheit mit dem jetzigen Träger, dem Verein „Betreute Schulen Aachen-Land e.V.“ der Arbeiterwohlfahrt. „Viele Eltern sind nicht zufrieden, und es sind immer die gleichen Punkte, die bemängelt werden“, bewertete auch Anita Buchsteiner (CDU) das Ergebnis der Befragung. Mit dem neuen Träger gelte es, über die Schlusszeiten nachzudenken, diese mit dem Träger der Schülerbeförderung in Einklang zu bringen und möglicherweise auch die Beitragsstruktur anzupassen.

Es dürfe nicht sein, dass Roetgener Eltern ihre Kinder an der Grundschule in Lammersdorf anmelden, weil dort die OGS-Betreuung günstiger sei, so Buchsteiner. Silvia Bourceau (UWG) sprach von einem Loch, in das die Roetgener Kinder nach der hervorragenden (Nachmittags-) Betreuung in den Roetgener Kindergärten und Tagesstätten fallen würden. „Dass passt einfach nicht zusammen – die Kinderzahlen der Kindergärten und dann die Zahl der OGS-Anmeldungen“ (aktuell 67) . Für viele Roetgener sei „das Thema Grundschule um 11.45 Uhr durch, da kommt nichts mehr“, so die UWG-Sprecherin.

Der Bildungsausschuss nahm die Ergebnisse der Befragung zur Kenntnis und sieht nun erwartungsvoll dem Ende der Bewerbungsfrist für den neuen Träger der OGS in Roetgen entgegen.

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