Höfen - OGS-Kinder: Ein Tag an der belgischen Küste

OGS-Kinder: Ein Tag an der belgischen Küste

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OGS Abschluss Schule Belgien
Zum Abschluss des Schuljahres ging es für die Kinder der Heckenlandschule Höfen in das belgische Ostende. Beim Sandburgen bauen, sonnen und„Katzenhai-Eier-Angeln“ leuteten sie die Sommerferien gebührend ein. Foto: Heckenlandschule Höfen

Höfen. „Einmal Ostende und zurück!“ Mit dem Kauf dieser Fahrkarte begann für die OGS-Kinder der Heckenlandschule in Höfen ein kleines Abenteuer. Sie verabschiedeten sich von ihren Eltern, die sie nach Eupen zum Bahnhof gebracht hatten, und bestiegen mit ihren Betreuerinnen und der Schulleiterin den Zug.

Für einige Kinder war es die erste Zugfahrt ihres Lebens. Die drei Stunden zum Ziel wurden nicht langweilig. Es wurde pausenlos gefrühstückt und gespielt.

In Ostende war nach einem kleinen Fußweg das Ziel schnell erreicht. Ein Mädchen sah, fühlte und schmeckte das Meer zum ersten Mal live. Aber ein besonderes Ereignis war es für alle. Mit Begeisterung sprangen die Kinder über die Wellen, fischten „Katzenhai-Eier“ mit dem Kescher, lieferten sich eine Matsch-Schlacht, bauten Sandburgen, legten sich damenhaft in die Sonne oder verfütterten Brötchen an die Möwen. Den von Anita Rönnig gebackenen Kuchen aßen sie allerdings lieber selbst. Dieser Tag wurde zu einem ereignisreichen Abschluss des Schuljahres.

Nach den Ferien treffen die 24 Kinder wieder in der Heckenlandschule zusammen. Sie sind in der Offenen Ganztagsschule fast wie Geschwister zusammengewachsen. Einige kommen auch Jahre nach der Grundschulzeit noch zu Besuch, essen Anitas Menü, machen ihre Hausaufgaben und spielen mit den Kindern.

„Die Betreuerinnen pflegen eine freundschaftliche Beziehung untereinander. Sie unterstützen sich gegenseitig, sind äußerst engagiert und nach langjähriger Erfahrung und vielen Fortbildungen sehr kompetent.

Das sorgt für eine positive Atmosphäre, die den Kindern zu Gute kommt,“ freut sich die Vorsitzende des Vereins zur Betreuung von Monschauer Grundschulkindern, Sabine Hammerschmidt. Er ist Träger der Offenen Ganztagsschule in Höfen. „Im nächsten Schuljahr besucht ein Drittel aller Erstklässler die OGS. Da ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Betreuerinnen sehr wichtig“, erklärt die Koordinatorin Jutta Smit-Bruns. Daher berät sie sich regelmäßig am Runden Tisch mit den Lehrern, der Schulleiterin und der Sozialpädagogin.

Neben den Betreuerinnen Petra Förster, Edith Klinkhammer und Anita Rönnig, die zusätzlich täglich frisch für die Kinder kocht, beschäftigt der Verein zehn externe, qualifizierte Übungsleiter. Sie bieten nachmittags Kurse an, die Interessen der Kinder weiter entwickeln und Begabungen fördern sollen. Gegen eine Kursgebühr können auch andere Kinder das Angebot nutzen. So kommen nachmittags viele Kinder zur Schule und nehmen teil am Schulchor, beim Theater, Werken, Töpfern, Tischtennis, Tennis, Schach, Hip Hop Tanz, Fußball oder am Kunstkurs.

Die Grundschule von heute hat schon lange den Stallgeruch der Lernanstalt von früher abgelegt. Hier werden Interessen geweckt, Kinder sind stolz auf ihre Fähigkeiten, sie lachen und spielen miteinander. Sie bestimmen mit, was passieren soll. An der Art, wie sie sich durch das Schulhaus bewegen, erkennt man, dass sie sich wohl fühlen. Sie leben hier wie zu Hause.

Es wird gekocht und gegessen, die Kinder laufen in den Garten, pflanzen Gemüse, tollen mit dem OGS-Hund herum. Die Großen erziehen die Kleinen. Die ganz Großen zeigen die Grenzen auf und erinnern an notwendige Regeln. Das kann sich so natürlich entwickeln, weil die heutige Pädagogik den Kindern vielfältige Angebote macht und ihnen den nötigen Raum lässt, sich zu entwickeln.

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