ÖPNV-Bushof: Neue Möglichkeiten der Mobilität erörtern

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Der öffentliche Nahverkehr
Der öffentliche Nahverkehr in der Eifel funtioniert zwar, doch aus der Sicht von Arbeitnehmern sind die Angebote oft nicht attraktiv genug. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Durch den geplanten neuen ÖPNV-Bushof am Innovationszentrum Himo, der Platz für vier Busse bietet, soll die Region einen neuen zentralen Busverknüpfungspunkt erhalten.

Dieser soll das Pendeln attraktiver machen, Fahrzeiten einsparen und dadurch neue zukunftsweisende Möglichkeiten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber eröffnen. Die Stadt Monschau verfolgt diese Pläne mit Nachdruck. Die ersten Beschlüsse sind bereits gefasst. Ziel ist, dass die Busse vom vom neuen ÖPNV-Platz aus im Stundentakt in alle Orte verkehren.

Auch beim diesjährigen Forum Eifel werden diese neuen Möglichkeiten und die damit verbundenen positiven Auswirkungen auf die Region in einer Podiumsdiskussion von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. In der durch Redakteur Robert Esser moderierten Runde, die stets im Vorfeld des Monschauer Wirtschaftstages stattfindet, begutachten und kommentieren kompetente Referenten dieses zukunftsweisende Thema.

Unternehmen im ländlichen Raum sind nicht nur bei der Gewinnung von neuen Mitarbeitern und Auszubildenden von der verkehrstechnischen Infrastruktur abhängig. Dies ist einer von vielen wichtigen Aspekten bei der aktuellen, auch bundesweit geführten Diskussion um die Fachkräftegewinnung, die gerade bei Unternehmen abseits der städtischen Zentren eine Rolle spielt.

Auch das Interreg-Projekt „TeTRRA” hat sich neben Technologietransfermaßnahmen auch dieses Thema zum Ziel gesetzt: die erfolgreiche Fachkräftegewinnung und -bindung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im ländlichen Raum zu aktivieren.

Als Mitinitiator des Forums sind die TeTRRA Netzwerkmanager der Städteregion Aachen und der FH Aachen nicht nur für die inhaltliche Gestaltung des Abends zuständig.

Als direkte Ansprechpartner unterstützen sie innovative mittlere Unternehmen aus dem ländlichen Raum bei der Rekrutierung von Fachkräften, beim Technologietransfer und somit auch bei der sich oftmals als schwierig erwiesener Kontaktanbahnung mit den Hochschulen.

Das Innovationszentrum Himo spielt als eine der TeTRRA-Infostellen, auch „Relaisstationen” genannt, eine aktive Rolle in diesem Projekt und bietet für die Veranstaltung die notwendige Plattform.

Dass die Eifeler keinen Weg bei Wind und Wetter zur Arbeit scheuen, ist weit über die Grenzen hinweg bekannt und zeichnet sie als verlässliche Arbeitnehmer aus.

Derzeit verzeichnet Monschau einen 50-prozentigen Anteil an Berufspendlern. Interessant für den örtlichen Arbeitsmarkt wäre es natürlich, wenn auch die Arbeitskräfte jenseits der Himmelsleiter und hinter der „Grenze”, den Weg in die Eifel finden würden, um dem örtlichen Fachkräftemangel entgegen wirken zu können.

Diese unterschiedlichen Mobilitätsansprüche der einzelnen Zielgruppen werden in der Diskussionsrunde durch Prof. Dr. Ing. Christoph Hebel von der FH Aachen, im Dialog mit Monika Frohn von der IHK (Verkehrsinfrastruktur und -statistik, Stadtverkehrsfragen, Straßenbaufragen) genauer unter die Lupe genommen.

Auch Pendler auf dem Podium

„Hilfreich für neue Mitarbeiter ist auf jeden Fall eine Wohnstandortberatung durch den Arbeitgeber”, so Himo-Zentrumsleiter Björn Schmitz. „Den neuen Mitarbeitern hilft man sehr weiter, wenn man ihnen sagen kann, wo sie wohnen sollten, damit der Arbeitsplatz schnellstmöglich und kostengünstig erreicht werden kann.”

Mit der Organisation von Mobilität beschäftigen sich auch die Pendler, die an diesem Abend mit auf dem Podium sitzen. Ob Nutzer des Jobtickets, Studierende oder Arbeitnehmer, die sich dem täglichen Kampf auf der Himmelsleiter stellen, aber auch Bus- und Autofahrer.

Beim Forum Eifel sollen auch Vertreter des AVV und des RVE, die sich u.a. über die Linienangebote im grenzüberschreitenden Verkehr austauschen werden, zum erfolgreichen Gelingender Posdumsdiskussion beitragen.

Vorgestellt werden auch neue Mobilitätsideen wie das Projekt „CAR2GETHER”, die Mitfahr-Community für Aachen oder das Internetportal „MitPendler” der Städteregion Aachen. Infos über das Jobticket und Handytickets gibt es in der Pause und nach der Veranstaltung, die mit einem Netzwerktreffen endet.

Platzbedingt sind Anmeldungen unter http://www.himo.de bis zum 12.September 2011 erwünscht.
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