Ölunfall: Schulhof bleibt Großbaustelle

Von: hes
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Der gegossene Kellerboden muss abgetragen werden, um an das mit Öl kontaminierte Erdreich zu gelangen. Immer noch kommen ölverseuchten Schichten zum Vorschein. Foto: Heiner Schepp

Kalterherberg. Der Ölunfall im Heizungskeller der Turnhalle in Kalterherberg Mitte August hat einen Schaden „im höheren sechsstelligen Bereich“ verursacht. Nachdem infolge eines Pumpendefekts mehrere Tage lang Heizöl in einer Größenordnung zwischen 2000 und 2500 Litern ausgetreten und größtenteils im Boden versickert war, ist seither eine Fachfirma dabei, das versickerte Öl mit großem Aufwand auszubaggern.

Die Arbeiten erfolgen im Einvernehmen mit der Unteren Wasserbehörde und dem Umweltamt der Städteregion Aachen, die nach dem Ölunfall auch eine Gutachterin eingesetzt hatte.

Sickerloch gefunden

Inzwischen sei das Sickerloch gefunden und der kontaminierte Boden weitestgehend ausgehoben, berichtete Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter nun in der ersten Sitzung des Bauausschusses nach der politischen Sommerpause. „Es muss aber immer noch Öl aus dem Sickerloch ausgepumpt werden“, rechnet Margareta Ritter damit, dass die Arbeiten wohl bis Jahresende nicht beendet sein werden. Allerdings könne nun damit begonnen werden, die ausgehobenen Gräben wieder zu verfüllen und im Keller den Estrich zu gießen. „Wir hoffen, dass nach den Herbstferien ein Großteil der Fahrzeuge und Container vom Schulhof verschwunden sind, so dass der Hof wieder genutzt werden kann und Turnhalle und Proberaum zumindest wieder zugänglich sind“, so Ritter.

Seit Ende der Ferien müssen die Vereine in Ausweichquartieren proben und üben; der Musikverein Kalterherberg musiziert derzeit im Feuerwehrhaus, der Turnverein ist mit dem Übungsbetrieb auf die großen Hallen im Stadtgebiet ausgewichen.

Noch größer sind die Auswirkungen des Ölunfalls für den Schulbetrieb. Abgesehen davon, dass der Spielplatz an der Turnhalle für die Schulkinder derzeit nicht oder nur eingeschränkt nutzbar ist, kann der Schulbus die „Buskinder“ der Grundschule Kalterherberg derzeit nicht bis zur Schule bringen, weil aufgrund der Großbaustelle hier keine Wendemöglichkeit besteht. „Der Busfahrer muss die Kinder daher an der Kirche aussteigen lassen, von wo sie dann über den Friedhofsweg und mit einem Schulwegbegleiter zur Schule gelangen“, erklärte die Bürgermeisterin.

Schadensersatzansprüche

Indes prüft die Stadt Monschau derzeit Schadensersatzansprüche, die sich laut Ritter aber nicht auf die kurz vor dem Unfall durchgeführten Wartungsarbeiten beziehen, sondern auf einen Materialfehler. Die Stadt sei nicht gegen Ölunfälle versichert, sagte die Bürgermeisterin unserer Zeitung.

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