Ökumenisches Pfarrfest vereint katholische und evangelische Christen

Von: mon
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Die Frauen- und Müttergemeinschaft sorgte bei dem 43. Pfarrfest für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher. Foto: V. Monterey

Monschau. Dieses Jahr stand das ökumenische Pfarrfest, welches in der Monschauer Altstadt stattfand, unter einem ganz besonderen Motto: dem „Bekenntnis der Gemeinsamkeit“, so Pfarrer Jens-Peter Bentzin, und habe zwei Dinge zum Anlass: Das Jahr des Reformationsjubiläums und den Gedenktag des Augsburger Bekenntnisses vom 25. Juni 1530.

Dieses Bekenntnis sei einst schon der Versuch gewesen, das „Gemeinsame“ festzuhalten. Wenn auch für Jahrhunderte in Vergessenheit geraten, „heute erinnern wir uns an dieses Jahr, an das, was wir gemeinsam haben und bald haben werden: eine gemeinsame Kirche“.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche begann das Fest. Anschließend wurde im Kreuzgang des Auklosters und im Bürgersaal weitergefeiert. Wie immer gab es ein reichhaltiges Angebot für die Besucher: den Flohmarkt des Eifelvereins der Gruppe Monschau, musikalische Unterhaltung durch die Musikvereinigung Montjoie, Getränke bei der Freiwilligen Feuerwehr, Gegrilltes bei den Bürgerschützen, den Eintopf beim DRK, eine Verlosung des Pfarreirates und wie immer ein reichhaltiges Angebot von Kuchen und Torten der Frauen- und Müttergemeinschaft Monschau, gespendet von den Bürgern der Stadt Monschau und den ansässigen Konditoreien. Unter der Leitung der Vorsitzenden Annette Mauel beköstigten sechs Vorstandsdamen und viele Helferinnen die zahlreichen Besucher, Jung und Alt mit Kaffee und Kuchen, als die Gyrossuppe schon längst alle war.

„Seit eh und je feiern die evangelische und katholische Kirche zusammen“, berichtete Mauel. Pfarrer Dechant Caspar Seeger und Pfarrer Hansjoachim Liedtke hätten das Pfarrfest aus der Taufe gehoben und einst in der Kirchstraße zelebriert. „In jedem Haus, in jeder Garage und auf der Straße gab es Aktionen“, vom Verkauf von Krimskrams und Kleintieren bis zu einem Kaninchenrennen. Mit so einem „Hoppelmann“ konnte der Gewinner dann nach Hause gehen, erzählte Mauel weiter.

Heute gab es vor allem einen großen Trödelmarkt des Eifelvereins – von nützlichen Haushaltsgegenständen, über Bücher und CDs bis zu Porzellan, Taschen, Spielzeug und der einen oder anderen Rarität – mit dem Kuchenverkauf und der Verlosung wohl die größte Einnahmequelle des Pfarrfestes, dessen Erlös wie immer einem gemeinnützigen Zweck zugutekommt, den das Ortskartell noch bekanntgeben wird.

Am Nachmittag, vor dem offenen Singen in der Stadtkirche, gab der Direktor der Bischöflichen Akademie, Dr. Karl Allgaier, mit Unterstützung der beiden kleinen „Lottofeen“ Golo und Ture Bentzin die glücklichen Gewinner der Verlosung bekannt, deren Erlös ebenfalls zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und der Gemeinschaft sowie zur Erhaltung des Ortsbildes eingesetzt wird.

Anstatt vieler kleiner Preise, wie früher, gab es nur noch vier Hauptgewinne: einen Reisegutschein im Wert von 300 Euro, ein Essen im Restaurant Rur-Café, zwei Eintrittskarten für das Monschau-Festival und ein Brunch für zwei Personen im Café Kaulard.

„Im tiefen Inneren trennt uns nichts mehr“, sagte Allgaier, „speziell in Monschau“. Hier wird längst aus den Begriffen „katholisch“ (allgemein), und „evangelisch“ (Evangelium, frohe Botschaft), die aus dem Altgriechischen abgeleitet werden, „eine allgemeine frohe Botschaft“.

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