Nur ein Tropfen auf den kaputten Stein

Von: hes
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Die teuerste Maßahme des Straßeninstandsetzungsprogramms 2010 in Monschau ist die Sanierung des letzten Teilstücks der Walter-Scheibler-Straße von der Einmündung Bergstraße bis zur Eupener Straße. Vor allem auch durch den täglichen Schulbusverkehr ist die Straße auf der Haag arg in Mitleidenschaft gezogen. Foto: H. Schepp

Monschau. Nur „ein Tropfen auf den heißen Stein” können die Maßnahmen sein, die der Bauausschuss der Stadt Monschau nun im Rahmen seines Straßeninstandsetzungsprogramms beschlossen hat.

„Um die zahlreichen Schäden beheben zu können, bedürfte es vielerorts einer Grundsanierung oder eines Straßenprogramms des Bundes oder Landes”, sagte CDU-Sprecher Georg Kaulen im Bauausschuss.

Ende März hatten die Ortsvorsteher gemeinsam alle sieben Stadtteile bereist und die nach dem langen Winter arg gebeutelten städtischen Straßen begutachtet. Anschließend hatten sie dann gemeinsam erörtert, wie man die insgesamt vorgesehenen städtischen Mittel von 280.000 Euro am sinnvollsten aufteilen könnte. Dabei ist man stets bemüht, einen Proporz unter den Stadtteilen zu wahren.

So stehen in der Regel 35.000 Euro für jeweils eine Maßnahme in jedem Stadtteil zur Verfügung. Da die Altstadt im vergangenen Jahr ihren „Anteil” teilweise an Imgenbroich abgetreten hatte (weil dort der besonders löchrige Bruchzaun zum Ausbau anstand), stehen in diesem Jahr Imgenbroich nur 15.000 Euro zur Verfügung, der Altstadt dafür aber 55.000 Euro für den Ausbau des zweiten Teilstücks auf der Haag (Walter-Scheibler-Straße).

Dieses „Proporz-Verfahren” hielt Claus Sieverding (Grüne) im Bauausschuss für „überdenkenswert”, denn die Belastung der Straßen in den einzelnen Orten sei doch sehr unterschiedlich. „Wenn man sieht, wie viele Fahrzeuge täglich über die Straßen in Imgenbroich oder auch über die Gustengasse in Mützenich als Abkürzung zur Reichensteiner Straße rollen, wäre es schon sinnvoll, die zur Verfügung stehenden Mittel nach Bedarf und Dringlichkeit und nicht nach Kirchturm aufzuteilen”, meinte Sieverding.

„Auch an Fußgänger denken”

Auch Brigitte Olschewski stellte fest, „dass eigentlich in jedem Ort mehrere Straßen zu reparieren” seien, dafür aber einfach die Mittel fehlen würden. In Konzen wird keine Fahrbahn saniert, sondern der Gehweg an der Blumgasse. „Das ist der letzte Abschnitt einer begonnenen Maßnahme”, erläuterte Ortsvorsteher Matthias Steffens und wollte auch für 2011 nicht ausschließen, dass man in Konzen den Anteil lieber für einen Gehweg als zum Reparieren einer städtischen Straße einsetzen werde. „Wir sollten auch an Fußgänger und Radfahrer denken”, meinte Steffens und nannte stellvertretend den teils holprigen Gehweg entlang der Bundesstraße.

Auch der Konzener Ortsvorsteher sieht aber im städtischen Instandsetzungsprogramm nur einen Bruchteil dessen, was eigentlich zu tun wäre. „Irgendwann reicht flicken nicht mehr”, sieht auch er die Notwendigkeit für ein größeres Sanierungsprogramm.

Bürgermeisterin Margareta Ritter pflichtete dieser Notwendigkeit grundsätzlich bei. Wenn aber eine größere Maßnahme, beispielsweise durch Erneuerung des Unterbaus, eine Wertverbesserung darstelle, „dann ist diese anliegerkostenpflichtig”, gab sie den politischen Vertretern „für die weiteren Beratungen zu bedenken”.
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