Norovirus befällt 670 Menschen

Von: udo
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Aachen. Das Norovirus hat die Städteregion im Griff: Bis Montagabend sind dem zuständigen Gesundheitsamt seit Jahresbeginn 670 Fälle gemeldet worden.

„Das ist eine sehr hohe Zahl. Sie bewegt sich zwar auf dem Niveau des Vorjahres, aber insgesamt haben wir im Vergleich zu den Jahren davor deutlich steigende Fallzahlen zu verzeichnen”, sagt die für den Infektionsschutz verantwortliche Arbeitsgruppenleiterin Dr. Verena Bochat. Dies gelte übrigens bundesweit.

Und da sich die Menschen schnell mit dem Virus infizieren können, erwartet sie auch in den kommenden Tagen und Wochen weiterhin hohe Ansteckungszahlen. Dabei gehen die Experten bei dem hoch ansteckenden Magen-Darm-Virus von einer sehr hohen Dunkelziffer aus. „Die Krankheit verläuft kurz und heftig, so dass viele Betroffene gar nicht erst zum Arzt gehen”, sagt Bochat, die zugleich betont, dass die Erkrankung „unangenehm, aber bei gesunden Menschen nicht lebensbedrohlich” sei.

Seniorenheime betroffen

Betroffen sind beziehungsweise waren in der Städteregion seit Jahresbeginn unter anderem fast ein Dutzend Seniorenheime sowie fast alle Krankenhäuser. Todesfälle seien bislang jedoch nicht zu beklagen, sagt Bochat Wobei sie nicht ausschließen will, dass eine Infektion bei älteren Menschen zum Tod beigetragen haben könne.

Dies lasse sich beispielsweise bei Patienten mit chronischen Erkrankungen nicht immer ganz sicher diagnostizieren. Dabei besteht insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen ein besonderes Risiko, da es bei ihnen aufgrund des hohen Flüssigkeitsverlustes durch Erbrechen, Durchfall und Fieber rasch zur Austrocknung des Körpers - unter Umständen mit schwerwiegenden Folgen - kommen kann.

Die Erkrankung tritt in der Regel ganz plötzlich auf mit heftigem Erbrechen und/oder Durchfall. Auch andere Krankheitszeichen wie Übelkeit, Bauchkrämpfe, Fieber oder Kopfschmerzen sind laut Bochat zu beobachten. Allerdings kann die Erkrankung auch weniger heftig bis zu symptomlos verlaufen.

Eine Impfung gibt es nicht. Bei einer Erkrankung ist es wichtig, dass sowohl Erkrankte als auch Kontaktpersonen eine besonders sorgfältige Händehygiene beachten, vor allem nach dem Toilettenbesuch und vor dem Zubereiten von Mahlzeiten.
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