Simmerath - Nordeifeler Business-Run: Wenn die Azubine den Chef abhängt

Nordeifeler Business-Run: Wenn die Azubine den Chef abhängt

Von: Max Stollenwerk
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Massenstart beim zehnten Nordeifeler Business-Run: Knapp 900 Läufer und Walker starteten an der Sekundarschule in Simmerath fast zeitgleich auf die gut fünf Kilometer lange Strecke am Rande des Simmerather Kranzbruchvenns. Foto: Stollenwerk
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Starkes Team: Die Firma Schwartz GmbH aus Rollesbroich wurde mit insgesamt 45 Teilnehmern als Team mit den meisten Startern ausgezeichnet.

Simmerath. Pünktlich zum Start verzogen sich die etwas bedrohlich wirkenden schwarzen Wolken über Simmerath zumindest ein wenig. Kühl war es zwar, aber es herrschten optimale Laufbedingungen. Und so gab Bennet Gielen, Beigeordneter der Gemeinde Simmerath, nach einer kurzen Begrüßung pünktlich um 19 Uhr den Startschuss für die exakt 873 Läufer und Walker.

Direkt zu Beginn des gut fünf Kilometer langen Rundkurses am Rande des Simmerather Kranzbruchvenns war zu sehen, dass einige sich sportlich hohe Ziele gesteckt hatten, während andere sich bei gemächlichem Tempo auf der Strecke unterhielten. Denn unter dem Motto „Lauf los, hab Spaß, tue Gutes“ standen nicht nur der sportliche Gedanke, sondern auch die Kameradschaft und das gegenseitige Kennenlernen auf dem Programm.

„Beim Business-Run verbinden wir zum einen das Engagement für den guten Zweck, während wir gleichzeitig ein Team-Event für Firmen schaffen wollen, die sich so besser kennen lernen können“, sagte Urs Kaulard vom Organisations-Team Nordeifeler Business-Run kurz vor dem Start. So solle ein Netzwerk unter den Firmen geschaffen werden, ein Austausch stattfinden und auch etwas für das Betriebsklima getan werden. „Außerdem ist eine solche Veranstaltung sehr gut für das Teambuilding“, betonte Kaulard. Der gesamte Erlös des Business-Runs wird an die Monschauer Tafel gespendet, die bedürftige Personen in den Kommunen Simmerath, Monschau und Roetgen unterstützt.

Keine 20 Minuten nach dem Startschuss waren auch schon wieder die ersten Läufer zu sehen, die leichtfüßig in Richtung Ziel sprinteten. Dies waren mit den drei Erstplatzierten Markus Mey, Christian Nießen und Markus Werker drei bekannte Gesichter in der hiesigen Laufszene. Obwohl Sieger Markus Mey die Distanz in einer sehr schnellen Zeit von 17:54 Minuten absolviert hatte, wirkte er nach dem Zieleinlauf vollkommen entspannt und nicht ausgepowert und war direkt wieder zu einem kleinen Plausch bereit.

Teilnehmer rundum begeistert

Nachdem nach und nach alle Läufer und etwas später auch die Walker im Ziel eingetroffen waren, herrschte unter den Sportlern und Kollegen eine entspannte Atmosphäre. Kurt Koll aus Steckenborn, der für Gebäudereinigung Harzheim an den Start gegangen war, lobte den Business-Run in höchsten Tönen: „Die Veranstaltung wird von Jahr zu Jahr besser, es ist eine tolle Veranstaltung mit einer tollen Organisation und es macht Spaß, hier dabei zu sein“, so Koll. Er sei bei allen zehn Business-Runs dabei gewesen und in diesem Jahr aufgrund einer leichten Verletzung zum ersten Mal gewalkt. Auch im nächsten Jahr stehe der Business-Run wieder fest in seinem Terminkalender.

Saskia Theißen aus Kalterherberg ging für die Gemeinde Simmerath an den Start. Auch sie war schon öfters dabei und sehr zufrieden mit ihrem Ergebnis. „Im letzten Jahr hatte ich eine Zeit von 29:58 Minuten, in diesem Jahr war ich über zwei Minuten schneller“, sagte sie kurz nach dem Zieleinlauf. Schmunzelnd fügte sie hinzu: „Meine Freundin Annika Brandenburg hat mich wieder motiviert mitzulaufen und im nächsten Jahr versuchen wir dann unter 26 Minuten zu laufen.“

Nach dem Rennen betonte Urs Kaulard, dass man auch in den nächsten Jahren an dem grundsätzlichen Konzept festhalten wolle. „Die Infrastruktur ist hier einfach gut, um eine solche Veranstaltung durchzuführen“, sagte er. Doch unverzichtbar seien immer wieder die vielen helfenden Hände und das große ehrenamtliche Engagement. „Denn sonst funktioniert eine solche Veranstaltung nicht“, so Kaulard.

Während es in Kesternich und Steckenborn kräftig regnete, ging in Simmerath alles trocken über Bühne. Auch die Siegerehrung und die After-Run-Party mit der Aachener Band „Art-of-Live“ fanden so bei trockenen Bedingungen statt und gaben dem Jubiläumsabend einen würdigen Ausklang.

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