Nordeifel als Kulisse für Kino-Endzeit-Thriller

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Hier soll großes Kino entstehen: Das Filmteam für den Streifen „Extinction” an einem der Drehorte, dem Inneren der Staumauer der Olef-Talsperre in Hellenthal. Foto: Manfred Hilgers

Nordeifel. Die Nordeifel hat sie alle fasziniert. Das Filmteam, das ab diese Woche in der Region den Endzeitthriller „Extinction (Aussterben) - The G.M.O. Chronicles” drehen wird, ist mehr als angetan von der spektakulären Kulisse, womit unter anderem das Innere der Staumauer der Oleftalsperre oder die Reifferscheider Burg gemeint sind.

Was Produzent und Hauptdarsteller Daniel Buder, bekannt aus der TV-Serie „Klinik am Alex”, beeindruckt hat, war die Freundlichkeit der Eifeler. Der Mann, der aus dem Taunus stammt, behauptet, er könne erkennen, ob es sich um einen Eifeler oder einen Auswärtigen handele.

Jetzt wurde das Projekt im Innern der Staumauer vorgestellt. Vom Filmteam dabei waren: Regisseur Niki Drozdowski, die Darsteller Tobias Kay und Lee Rychter, beide ebenfalls aus „Klinik am Alex” bekannt, Daniel Buder, der aus den USA eingeflogene Schauspieler Jerry Coyle und Co-Produzent Rob Montgomery.

Pressesprecher Florian Linke sprach von einem Endzeitthriller. Daniel Buder und Niki Drozdowski konzipierten den Film vor über einem Jahr. Die Kölner Filmemacher merkten schnell, dass sich in der Domstadt niemand für das Projekt interessierte.

Sie wollten den Film schon verschieben und den angedachten Kurzfilm später als 90-Minuten-Streifen drehen. Buders Ex-Freundin, deren Familie in Alendorf lebt, fuhren an einem nebligen Sonntagmorgen durch die Eifel und da erblickte er die „sensationelle Militärbasis” bei Reetz.

Er hielt an, fotografierte und schickte die Bilder Regisseur Drozdowski, der gleich sagte: „Wir müssen drehen.”

Erfreut über Unterstützung

Es wurde weiter in der Eifel gesucht, dann traf das Team auf Hellenthals Tourismus-Chef Winfried Kaiser. Der bahnte den Filmleuten den Weg.

„Wir haben in der Eifel eine Unterstützung gefunden, wie wir es in Köln längst nicht mehr gewohnt sind”, erinnert sich Regisseur Drozdowski.

Mit Hilfe von Winfried Kaiser, Herbert Polczyk vom Wasserverband Eifel-Rur oder der Gemeinde Blankenheim habe man Orte gefunden, die bei den Filmemachern Assoziationen zum „Herr der Ringe” hervorgerufen habe.

Bob Montgomery erzählt, das Team habe sich Tag und Nacht mit der Auswahl der Drehorte beschäftigt. Er verspricht „spektakuläre Szenen” in der Kölner Straße in Hellenthal, der Reifferscheider Burg bei Nacht oder dem Curtius-Schulten-Platz in Blankenheim, wo ein Auto in die Luft fliegen soll.

„Abseits der normalen Filmwege können wir die Standards eines internationalen Kinofilms erfüllen”, sagt Regisseur Niki Drozdowski, der andeutet, dass es einen weiteren Film mit der Eifel als Schauplatz geben wird, von dessen Erfolg er ebenfalls überzeugt ist: „Das Projekt wird einschlagen.”

Daniel Buder freut sich über die Mitarbeit von Lee Rychter und Tobias Kay. Buder: „Die Nummer wäre nicht möglich ohne die Mitarbeit dieser Kollegen.”

Diese hoch bezahlten Schauspieler, die in der Serie „180 Tage am Stück” drehten, hätten sich für das Projekt entschieden, weil sie davon überzeugt seien. Dies beweise auch die Mitarbeit von Jerry Coyle, der seit 25 Jahren in Hollywood-Produktionen dabei sei.

Der Regisseur betonte, dass es sich keinesfalls um einen bloßen Horror- oder Katastrophenfilm handele, sondern um einen gut recherchierten „Endzeitfilm”, bei dem es auch um die „Einsamkeit der Hauptfigur gehe.

Hochkarätige Stuntmen aus Berlin werden mitarbeiten. Im Innern der Staumauer werden sie „an den Wänden entlanglaufen”. Als „Mutanten” sollen sie über die Zäune der ehemaligen Militär-Station springen, indem sie nur einmal mit dem Fuß in die Maschen des Drahtes treten. Spektakuläre Sprünge soll es auch in der Reifferscheider Burg geben.

Winfried Kaiser gab zu, überrascht gewesen zu sein, als er erfahren habe, dass nach den ersten Kontakten im Oktober 2008 schon jetzt mit den Dreharbeiten begonnen werde.
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