Noch reserviert gegenüber Ratsinfosystem

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
Simmerather Rathaus
Die Kommunikationswege im Simmerather Rathaus zwischen Rat und Verwaltung könnten sich verändern. Noch aber ist es ein weiter Weg bis zur papierlosen Verwaltung und einem neuen Ratsinformationssystem als Alternative. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. In zwei Kommunen der Region, in Roetgen und Simmerath, wird derzeit konkret über die Einführung eines sogenannten Ratsinformationssystems diskutiert.

Über ein solches System könnten die Rats- und Ausschussmitgliedern künftig ihre Sitzungsunterlagen und Niederschriften erhalten. Das System wäre aber auch öffentlich zugänglich.

Im Simmerather Hauptausschuss hatte die SPD-Fraktion das Thema als Änderungsantrag zum Haushaltsplan 2017 in den Raum gestellt. Mit einem Ansatz von 13.000 Euro sollte man, so SPD-Sprecher Gregor Harzheim, „den Einstieg in das System finden.“ Auch über eine Kooperation mit der Gemeinde Roetgen sollte nachgedacht werden.

Bürgermeister skeptisch

Seitens der Gemeindeverwaltung aber zeigte man sich gegenüber dem Infosystem noch eher reserviert. Für Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns stellte sich nicht nur die Frage, wer die erforderlichen Laptops für die politischen Vertreter finanziert, sondern benannte auch das Problem, dass zusätzliches Personal eingestellt werden müsse. Hauptamtsleiter Manfred Nellessen sprach von einer „sehr komplexen“ Angelegenheit, die mit Sicherheit teuer werde. Der Weg zur papierlosen Verwaltung sei noch sehr weit.

Manfred Sawallich (SPD) warb in einem flammenden Appell dafür, sich diesem „wichtigen Schritt in die Zukunft“ nicht zu verschließen. Das Ratsinformationssystem dürfe ruhig etwas kosten. Die Umstellung solle nicht schlagartig erfolgen, sondern man strebe einen sanften Übergang an.

Der Antrag der SPD kommt im Rahmen der Etatberatung 2017 in der Ratssitzung am 14. Februar auf die Tagesordnung.

Arbeiten privatisieren?

Dabei wird auch noch eine weitere Änderung beraten, die von der Verwaltung selbst ausgeht. Es liegt inzwischen ein Angebot einer Dienstleistungsgesellschaft zur Unterstützung der Gemeinde Simmerath bei der Optimierung des Bauhofes vor. Für diese Untersuchung sollen 23.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Das Projekt soll rund acht Monate dauern und Ende 2017 abgeschlossen sein. Die Gemeinde sieht Handlungsbedarf, da in Kürze einige Gemeindearbeiter in den Ruhestand gehen. Vor diesem Hintergrund soll über die künftige Organisation des Bauhofes beraten werden. Konkret geht es bei dieser Untersuchung um die Frage, inwieweit der Bauhof künftig in Eigenregie Arbeiten ausführt oder verstärkt Arbeiten privatisiert werden sollen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert