Nideggen - Nideggener Kletterrouten sollen saniert werden

Nideggener Kletterrouten sollen saniert werden

Von: bugi
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Die Nideggener Buntsandsteinfelsen sind für Kletterer anspruchsvoll. Zuletzt wurden immer weniger Tagestickets verkauft. Foto: inla

Nideggen. Die Stadt Nideggen will das Kletterangebot an den Buntsandsteinfelsen im Rurtal künftig besser vermarkten. Parallel dazu soll ein Sanierungskonzept für die Kletterrouten erstellt werden. Auch ein Jahreskletterticket soll es künftig wieder geben.

Die Stadt, die Untere Landschaftsbehörde, der Deutsche Alpenverein, die Bergwacht, ein Kletterer und ein Kletterwart hatten erstmals im September getagt und sich auf Ziele verständigt: vorhandene Erosionsschäden zu beseitigen und die Maßnahmen zur Lenkung von Besuchergruppen zu verbessern, ein Sanierungskonzept für die Kletterrouten zu erarbeiten und dabei auch die Sicherheit für die Kletterer zu erhöhen sowie mit einer besseren Öffentlichkeitsarbeit auch eine Willkommenskultur zu schaffen. Dabei ist insbesondere eine Gruppe von Kletterern bereits aktiv geworden und unterstützt Verwaltung, Bauhof und Bergwacht. Auch bei der Umsetzung des Sanierungskonzeptes durch die Bergwacht will die Gruppe der Kletterer aktiv mitarbeiten. Teilweise sei die Infrastruktur marode, heißt es in einer Entscheidungsvorlage für den Haupt- und Finanzausschuss. Die Wege zu den Kletterrouten müssen erneuert werden, es fehlen Hinweisschilder, aber vor allen auch die noch ausstehende Hakensanierung an zahlreichen Routen schrecke Kletterer eher ab.

„Es gibt Wege und Haken, wo die Sicherheit erhöht werden muss. Es gäbe auch alte, historische Routen, die man wieder nutzbar machen könnte“, sagt Kletterwart Mirko Peters. Ziel ist es auf jeden Fall, dass keine Route aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss. Ob der Sanierungsbedarf für einen Rückgang beim Verkauf der Tagestickets gesorgt hat, lässt sich nicht belegen. Wurden 2012 noch über 7200 Tagestickets verkauft, waren es im Jahr 2015 nur noch knapp 6000 Tagestickets.

Dabei sind die Buntsandsteinfelsen nach wie vor ein attraktives Ausflugsziel. Allerdings hat auch die Konkurrenz zugenommen. Da sind zum Beispiel die Indoor-Kletterhallen, die es früher so nicht gab. „Eine größere Rolle dürften eher die zum Klettern freigegebenen alten Steinbrüche im Sauerland und im Bergischen Land spielen“, vermutet Mirko Peters. Umgekehrt übt Nideggen auf erfahrene Kletterer einen besonderen Reiz aus. Peters: „Nideggen ist schon ein sehr anspruchsvolles Klettergebiet.“

Trotz aller Neuerungen wird die Stadt weiterhin darauf achten, die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes mit den Interessen der Erholungsuchenden in Einklang zu bringen.

Die Kletterregeln sollen nicht geändert werden und auch die maximale Anzahl von 150 Kletterern am Tag soll nicht überschritten werden. Nicht zuletzt auf Wunsch der Kletterer soll aber wieder ein Jahresticket eingeführt werden. Das könnte – sofern der Ausschuss zustimmt – 120 Euro kosten, im laufenden Jahr würde es für 80 Euro angeboten. Zum Vergleich: Ein Tagesticket für Erwachsene kostet 5 Euro. Von Mehreinnahmen geht die Stadt allerdings nicht aus.

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