Nicht überall findet der Nationalpark Eifel Zustimmung

Von: P. St.
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Der Sauerbach  im Nationalpark
Nicht unumstritten, aber größtenteils akzeptiert: So lautet das Ergebnis der Befragung zur Akzeptanz des Eifeler Nationalparks.

Nordeifel. Von 100 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung ist der Nationalpark Eifel noch weit entfernt, aber immerhin sind es 65 Prozent, die sich bei der fiktiven „Sonntagsfrage“, ob sie denn den Fortbestand der Einrichtung befürworten würden, auf die Seite des Großschutzgebietes schlugen.

Das ist das Ergebnis der jüngsten Untersuchung zur Akzeptanz des Nationalparks, die am Dienstag in Dreiborn vorgestellt wurde. Damit hat sich die Akzeptanz gegenüber 2006 ganz leicht, nämlich um genau 2,5 Prozent, erhöht.

Nachdem Diplom-Geograf Markus Hillebrand von der Universität Bonn im Jahr 2006 die erste Befragung gestartet hatte, ließ er nach sieben Jahren eine Wiederholungsstudie folgen. Diesmal wurden 536 Personen in sechs Anrainer-Orten des Nationalparks befragt.

„Grundsätzlich ist die Akzeptanz verglichen mit anderen Nationalparks in Deutschland sehr hoch“, stellte Hillebrand zur Freude der Nationalparkverwaltung fest, aber längst nicht überall findet der Nationalpark Zustimmung in der Bevölkerung.

In der vom Nationalpark komplett umschlossenen Ortschaft Wolfgarten sprechen sich inzwischen sogar 53 Prozent der Bewohner (2006: 46 Prozent) für eine Abschaffung des Nationalparks aus, während in Dreiborn mit 83 Prozent die Zustimmung am höchsten ist. Stabile Akzeptanzwerte gibt es mit rund 70 Prozent auch in Einruhr und Rurberg.

Festgestellt wurde bei Befragung auch, dass die Akzeptanz des Nationalpark um so höher ausfällt, je besser sich die Bewohner informiert fühlen. Hier sieht die Nationalparkverwaltung noch weiteren Handlungsbedarf, um die Kommunikation zu verbessern. So finden immerhin 20 Prozent, dass das der Naturschutz missachtet wird.

Unbestritten ist bei den Befragten (82 Prozent) allerdings die touristische Komponente des Nationalparks, und weitgehend Einigkeit herrscht auch darüber, dass der Nationalpark das Ansehen der Region gesteigert hat.

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