Nicht nur Brände werden gelöscht: Technische Hilfeleistung sehr wichtig

Von: bl
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Viel Engagement und keine Nachwuchssorgen. Die Beförderten, Lehrgangsabsolventen und Geehrten stehen zusammen mit dem neuen aktiven Mitglied Aaron Müller für die hohe Leistungsfähigkeit der Lammersdorfer Feuerwehr. Foto: Bernd Läufer

Lammersdorf. Schön, dass es das noch gibt! Da wird ein neuer Atemschutzbeauftragter der Löschgruppe gesucht, und es melden sich gleich drei Interessenten. Auch für die Funktion des Gerätewartes konnten ohne Probleme zwei Nachfolger für Ottmar Steffny gefunden werden, die die Arbeit künftig gemeinsam bewältigen werden. Kein Zweifel: Die Feuerwehr Lammersdorf ist ein hoch motiviertes und kompetentes Team.

Das gilt auch hinsichtlich der Aus- und Fortbildung. Neun Wehrleute rüsteten sich 2014 durch insgesamt 24 Lehrgänge auf Gemeinde-, Städteregions- und Landesebene für das vielseitige Einsatzspektrum. Alexander Bongard, Jochen Frank, Marco Hartleb, Aaron Müller und Sebastian Villemont besuchten mit Erfolg verschiedene Abschnitte der Grundausbildung.

Michel Braun und Stefan Barth absolvierten neben der Truppführerausbildung und einem „Einsatz“ in der Feuerlöschübungsanlage der Berufsfeuerwehr Aachen ebenso wie Florian Weishaupt eine dreiteilige Schulung für Schadenslagen mit Gefahrgut. Darüber hinaus nahm Michael Schweitzer an einem Seminar für die Arbeit mit ABC-Erkundungsfahrzeugen am Institut der Feuerwehr in Münster teil.

34 Einsätze im Jahr 2014

Am Standort selbst bereitete sich die Wehr bei 18 Übungen und vier Unterrichtsabenden auf den Ernstfall vor. Außerdem waren gleich mehrere Gruppen nach intensiver Vorbereitung beim Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverbandes Aachen in Eschweiler-Dürwiß dabei. Wie Löschgruppenführer Lutz Johnen in seinem Jahresrückblick anlässlich der Jahreshauptversammlung ausführte, rückten die Lammersdorfer Einsatzkräfte 34 Mal aus, darunter achtmal zur überörtlichen Hilfe.

Den größten Anteil hatten 23 technische Hilfeleistungen. Neben den obligatorischen Ölspuren machten fünf Verkehrsunfälle, umgestürzte Bäume, die starken Regenfälle Anfang Juli, zwei spektakuläre Tierrettungen sowie ein Gasaustritt ein Eingreifen erforderlich. Dreimal wurden die Lammersdorfer zur Brandbekämpfung gerufen: einem Kaminbrand, einem zum Glück kleinen Feuer im Landschulheim Rollesbroich sowie einem Großbrand in Strauch. Viermal konnten die Helfer unverrichteter Dinge wieder abziehen. Vier Fehlalarme runden die Einsatzstatistik ab.

Sich auch jenseits des Feuerwehrtechnischen für den Ort zu engagieren, ist für die Löschgruppe Lammersdorf eine Selbstverständlichkeit. Dazu gehören neben dem traditionellen Maifest und der Teilnahme an den Dorffesten auch die Herrichtung des St. Martinsfeuers und das Aufstellen des Weihnachtsbaumes auf dem Dorfplatz.

Ehrenzeichen in Gold verliehen

Beeindruckt von der Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit zeigte sich Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein und dankte den Feuerwehrleuten für ihr ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohl der Bevölkerung.

Fünf Beförderungen konnte Lutz Johnen während der Versammlung vornehmen. Nach Absolvierung der Probezeit dürfen sich Alexander Bongard, Marco Hartleb und Sebastian Villemont jetzt „Feuerwehrmann“ nennen. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Jochen Frank und Fabian Kremer ernannt. Michael Braun stieg zum Unterbrandmeister auf. Höhepunkt der Versammlung war die Übernahme von Aaron Müller aus der Jugendfeuerwehr. Mit ihm hat die Lammersdorfer Feuerwehr nach zwei Austritten und dem Wechsel von Helmut Klein in die Ehrenabteilung 32 aktive Mitglieder.

Eine besondere Ehrung wurde Thomas Kremer zuteil. Neben einem Geschenk der Löschgruppe überreichte ihm Lutz Johnen im Auftrag des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr Simmerath für 35-jährige aktive Mitgliedschaft das Feuerwehrehrenzeichen in Gold des Landes NRW samt Urkunde. Außerdem galt es, für überaus rege Teilnahme an den Übungs- und Unterrichtsveranstaltungen, den Feuerwehrmann des Jahres zu küren. Mit Marco Hartleb konnte wieder einmal ein junges Mitglied die Trophäe entgegennehmen.

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