Nicht alles ist erlaubt: Aufgepasst bei den Ferienjobs

Von: Nadine Preller
Letzte Aktualisierung:
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Nicht für alle Schüler beginnt mit den Sommerferien der Urlaub: Wer einen Ferienjob annimmt sollte allerdings prüfen, ob sich der Einsatz wirklich auszahlt. Foto: ddp

Aachen. Die Schulbücher verschwinden erst einmal ganz tief hinten im Regal, in den Ferien hat der junge Mensch schließlich Besseres zu tun. Auslandsspionage zum Beispiel. Denn ja, die CIA bietet tatsächlich Ferienjobs an.

Abenteuer-Faktor hin oder her: Es muss ja nicht gerade der US-Geheimdienst sein, um in sechs Wochen sein Taschengeld aufzubessern.

Einen hilfreichen Tipp für alle jungen Jobsuchenden in der Städteregion hat Klaus Jeske von der Agentur für Arbeit in Aachen. Zwar sei das Angebot an Ferienjobs in den zurückliegenden Jahren gesunken, denn die Wirtschaftskrise habe sich auch hier bemerkbar gemacht. Umso mehr sei daher Eigeninitiative gefragt. „Macht euch selbst auf die Suche und scheut euch nicht, potenzielle Arbeitgeber und Firmen direkt anzusprechen”, rät Jeske. „Die meisten Ferienjobs sind ohnehin nicht ausgeschrieben. Nur Mut!”

Dass beim Geldverdienen dennoch einiges zu beachten ist, damit zwar nicht die CIA, aber der deutsche Jugendarbeitsschutz hellhörig wird, sollten sich Arbeitgeber wie auch Schüler einige Punkte zu Herzen nehmen. Denn normalerweise dürfen Minderjährige keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Gesetzliche Ausnahmen gelten für besagte Ferienjobs, wobei auch hier gilt: Der Erholungswert der Ferien, also die Auszeit von der Schulzeit, darf durch einen Ferienjob nicht beeinträchtigt werden. Folgende Spielregeln gibt das NRW-Arbeitsministerium heraus:

Ein richtiger Ferienjob kommt erst für Jugendliche ab 15 Jahren in Frage. Ab 13 darf zwar gearbeitet werden, allerdings nur mit Zustimmung der Eltern und nur in sogenannten „leichten Arbeitsverhältnissen”, wie Zeitungen austragen, Babysitten oder Nachhilfe geben. „Leichte Arbeit” soll heißen, zwei Stunden täglich sind Maximum.

Für Schüler ab 15 gilt: Maximal 20 Tage Jobben im Jahr sind erlaubt; pro Woche höchsten fünf Tage; die tägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht überschreiten. Die erlaubten Tage können Schüler an einem Stück planen oder über die Schulferien eines Kalenderjahres verteilen. Tabu sind nächtliche Arbeitszeiten zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens sowie die Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Ausnahmen gelten für Jobs in Gastronomie, Landwirtschaft oder Bäckereihandwerk. Generell aber gilt: Harte Arbeiten wie Fließband oder Akkord sind unzulässig.

Darüber hinaus sind Jugendliche bei Ferienjobs über den Arbeitgeber unfallversichert, Beiträge zu den Sozialversicherungen fallen nicht an. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit und können in schweren Fällen auch als Straftat verfolgt werden.
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