Nicholas hat keine Zeit für Heimweh

Von: Nadine Palm
Letzte Aktualisierung:
nicholas-bu
Der sechzehnjährige Austauschschüler aus Las Vegas, Nicholas Greve (Bildmitte), besucht die Jahrgangsstufe 11 des St. Michael-Gymnasiums in Monschau. Er hat sich schon gut in Deutschland eingelebt und viele neue Freunde gefunden. Foto: Nadine Palm

Lammersdorf. „Seit ich klein war, habe ich mich schon für Deutschland interessiert. Ich wollte unbedingt einmal nach Deutschland reisen. Es ist mein Traumland”, erzählt Nicholas Greve. Der 16-Jährige kommt aus Las Vegas im Bundesstaat Nevada.

Der Amerikaner ist als Austauschschüler in die Eifel gekommen und besucht das St. Michael Gymnasium in Monschau. Er wohnt in Lammersdorf bei einer Gastfamilie, die ihn freundlich und offen empfangen hat.

Nicholas besucht die Monschauer Schule seit September vergangenen Jahres. Er nimmt, genau wie die anderen Schüler der Jahrgangsstufe 11, ganz normal am Unterricht teil.

„Zuerst war es schwer, dem Unterricht zu folgen, weil meine Deutschkenntnisse nicht gut waren. In den USA hatte ich nämlich keinen Deutschunterricht. Vor meinem Abflug habe ich mir selbst etwas Deutsch beigebracht, aber ich bin nach hier gekommen, um es zu lernen”, sagt Nicholas.

Seine Sprachkenntnisse haben sich mittlerweile erheblich verbessert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er sofort viele Freunde auf der Schule gefunden hat, die ihm dabei geholfen haben. Eigentlich wollte Nicholas lieber nach München als in die Eifel.

„Wegen dem Oktoberfest”, sagt er und schmunzelt dabei. Doch auch hier wird ihm nicht langweilig. Der Austauschschüler ist bei den Pfadfindern in Lammersdorf aktiv, geht klettern, und das Zaubern ist auch eine seiner Leidenschaften, die er aber „noch verbessern” muss.

Der 16-Jährige ist außerdem musikalisch: Er spielt Posaune und Bass in zwei Bands. Das Musizieren macht ihm sehr viel Spaß.

Besuch auf dem Tivoli

Bei so vielen verschiedenen Aktivitäten ist es eigentlich verständlich, dass keine Zeit für Heimweh bleibt. Nicholas fühle sich hier wie zu Hause, und das gute Verhältnis zu seinen Gasteltern und -geschwistern sei auch gut gegen Heimweh.

Zu seiner Familie und Freunden in den USA habe er aber per E-mail Kontakt.

Karneval findet der junge Amerikaner super. „In den USA gibt es das nicht. Das Verkleiden finde ich super. Ich habe ein bayrisches Kostüm mit Lederhose und Hemd und mein kleiner Gastbruder ist sogar Karnevalsprinz in Lammersdorf”, erzählt Nicholas stolz.

Der viele Schnee, der in den vergangenen Wochen gefallen ist, war für ihn etwas völlig Neues. „So viel Schnee habe ich zuvor noch nie gesehen. Zum Glück habe ich warme Kleidung dabei”, sagt Nicholas und lacht.

Ende Juni wird er wieder zurückfliegen. Bis dahin hat er allerdings noch viel vor. Der Austauschschüler möchte gerne nach München, Berlin und zur Nordsee fahren.

Außerdem würde er sich gerne ein Fußballspiel von Alemannia Aachen anschauen und er ist noch auf der Suche nach einer deutschen Freundin.

Im nächsten Jahr wird er in den USA seinen High School-Abschluss machen, und was Nicholas in zwei Jahren machen wird, steht für ihn auch schon fest: „Ich werde zurückkommen und das Oktoberfest besuchen!”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert