New York und Rurberg rücken zusammen

Von: Alexander Barth
Letzte Aktualisierung:
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Wie ein Rundblick vom Empire State Building: In einer begehbaren Rotunde ist die Weltmetropole jetzt am Rursee zu erleben. Foto: Alexander Barth
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Rundum-Blick auf New York: Der Fotokünstler HG Esch (links) im Gespräch mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg bei der Eröffnung der begehbaren 360-Grad-Rotunde in am Seeufer in Rurberg. Foto: Alexander Barth

Rurberg. Die Weltmetropole New York ist ein gutes Stück an den Rursee heran gerückt. Bis zum 3. November sind Manhattans Hochhäuser, der Hudson River und der Central Park fast zum Greifen nah. Vom Parkplatz am Seeufer in Rurberg sind es nur ein paar Schritte bis in die Stadt, die die Welt elektrisiert.

In einer 360-Grad-Panoramaansicht lässt sich die Skyline von New York detailreich entdecken und erleben, präsentiert in einer begehbaren Rotunde mit mehr als neun Meter Durchmesser. Den kurzen Weg in die Metropole verdanken die Eifeler der Installation „New York 360°“ des Fotokünstlers HG Esch – und dem Projekt „Based in der Städteregion Aachen“.

Bis zum 3. November steht die silberfarbene Rotunde am Seeufer, sie ist rund um die Uhr zu besichtigen. Zur Eröffnung waren neben offiziellen Vertretern von Gemeinde und Städteregion auch viele interessierte Bürger gekommen, sehr zur Freude von Nina Mika-Helfmeier. „So habe ich mir das gewünscht. Wir wollten gleich zur Eröffnung klar machen, dass hier ein lebendiges, begehbares Objekt für alle Neugierigen steht“, sagt die Projektleiterin der Städteregion, die „New York 360°“ dank des Engagements von Sponsoren in die Eifel geholt hat.

Die Skyline von New York misst am Rursee immerhin satte fünf Meter Höhe, darüber gibt es nur noch den Eifeler Himmel. Die idyllische Umgebung wirkt wie ausgeblendet, im Blickfeld regieren die dichten Häuserreihen und Wolkenkratzer der US-Metropole. Städteregionsrat Helmut Etschenberg mochte sein Fernweh kaum verbergen, und kam gleich mit einem Udo-Jürgens-Klassiker um die Ecke. „Ich war noch niemals in New York – auf mich trifft das zu. Hier komme ich dieser Stadt ein Stück näher. Diese Installation ermöglicht den Blick in die Ferne, ohne selbst weit zu reisen.“ Auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns schilderte seinen Eindruck: „Ein Fuß im Nationalpark, ein Fuß in New York.“

Fotograf HG Esch hat sich für sein gigantisches Panorama-Projekt auf das weltberühmte Empire State Building begeben. Wie der Städteregionsrat starteten nach der offiziellen Eröffnung auch die Besucher ihre persönliche Detailreise nach Manhattan. Einige suchten nach markanten Orientierungspunkten wie Crysler Building oder Central Park, andere Gäste forschten mit dem Finger auf der Fotowand nach ihrem Hotel vom letzten New-York-Besuch.

Gegensätze aufzeigen

Der kreative Kopf der Aktion beobachtete das Treiben mit zufriedenem Lächeln. Seine Idee scheint angekommen am Rursee, glaubt HG Esch. New York und Simmerath – unterschiedlicher könnten Lebensräume kaum sein, findet er. „Ich möchte die Gegensätze aufzeigen, aber auch den Dialog fördern“, erklärt Esch, der seinen Vornamen Hans-Günther im Zusammenhang mit seiner Fotokunst nahezu abgelegt hat. „Ich wünsche mir, dass sich rasende Metropole und ländliche Idylle hier näher kommen. Am Ende geht es sowieso immer um Menschen, die zusammen leben – egal, ob 5000 oder fünf Millionen.“

New York in Rurberg – vielleicht auch einmal Rurberg in New York? „Warum nicht“, sagt HG Esch. „Alles ist möglich. Ich bin sicher, alle Regionen dieser Erde lassen sich mit der Rotunde anderswo erlebbar machen. Und Stadtmenschen sehnen sich nach ländlicher Idylle.“ Am Ende hinterließ der weitgereiste Fotograf noch einen Appell, der den Eifelern gefallen dürfte: „Bei allem Fernweh: Vergessen Sie ihre Heimat nicht.“

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