Neustart gelingt auf der Datenautobahn

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Haben das Projekt möglich gemacht: Ralf Pauli vom Jugendamt der Städteregion, Karmen Thönneßen, Stephan Zaum, Babette Siewe, Stephan Krinetzki und Richard Abshof. Foto: Lucas Lamberty

Simmerath. Verwaist steht der alte Fußballkicker da, die umjubelten Miniatur-Profis von einst hängen lustlos „in der Luft”. Ein Schicksal, welches den gezeichneten Holzfiguren im Jugendcafé Simmerath in den kommenden Monaten und Jahren noch oft drohen könnte.

Am Freitag weihte der Träger der Einrichtung, der Jugend Aktiv Simmerath e.V., ein etwas anderes Spielzeug ein, zwei Computer mit schnellem Internetanschluss. „Wir wollen den Laden modernisieren”, erklärte Babette Siewe, Leiterin der Jugendeinrichtung vor etwa 30 Gästen. Das Internet sei ein Medium, dass man heutzutage einfach brauche.

Ziel sei es, der Simmerather Jugend zum einen die Chance auf einen Zugang zum World Wide Web zu ermöglichen, zum anderen aber auch einen vernünftigen Umgang mit der „Datenautobahn” zu fördern. Aus diesem Grund wurden die Computer mit einem so genannten Kontentfilter ausgestattet, der den Zugriff auf Webseiten mit gefährdendem Inhalt verhindert.

Hinzu kommt die obligatorische Kindersicherung, die eine Veränderung des Desktop blockiert. Die Planungen für ein solches Vorhaben liefen bereits seit September 2009. Mit der Hilfe der ehrenamtlichen Mitarbeiter Karmen Thönneßen, Stephan Krinetzki und Alexander Münchrath sowie einigen Sponsoren konnten die Pläne nun in die Tat umgesetzt werden. In naher Zukunft sollen zudem zwei weitere Computer hinzukommen.

Von dem Projekt angetan zeigte sich dabei auch die Politik. Der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sprach passender Weise von einem „Neustart”, von dem die Jugend der Eifelgemeinde noch nachhaltig profitieren werde. „Mir ist es lieber, dass die Jugendlichen sinnvoll gefördert werden, anstatt am Bushof rumzuhängen”, bekräftigte der Verwaltungschef. Darüber hinaus konnte er noch eine weitere gute Nachricht vermelden: Das Jugendamt der Städteregion, welches das Jugendcaf bereits finanziell unterstützt, wird seine Zuschüsse ab diesem Jahr noch ausweiten.

Hermann Carl vom Polizei-Bezirksdienst Simmerath sieht die Anschaffung der zwei Rechner ebenfalls als wichtigen Schritt in die Zukunft. Er hat zusammen mit den Jugendlichen schon einige Projekte in Angriff genommen, so etwa auch das Pflanzen und regelmäßige Beschneiden von 600 Wildobstbäumen.
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