Neujahrsempfang in Roetgen: CDU zeigt sich gesprächsbereit

Von: P. St.
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Roetgen. Zusätzlich Stühle und Tische mussten herbeigeschafft werden, als der CDU-Gemeindeverband Roetgen die Mitglieder zur Aufstellung des Bürgermeister-Kandidaten nach Mulartshütte geladen hatte. Über die Hälfte der 90 Mitglieder wollten die basisdemokratische Entscheidung aus direkter Nähe erleben, auch wenn am Ende nur noch zwei gut aufgestellte Bewerber zur Wahl standen, die sich einen fairen Dialog lieferten.

Gut vorbereitet war auch CDU-Vorsitzender Stephan Speitkamp, der es wie angekündigt schaffte, die von vielen als abendfüllende Veranstaltung betrachtete Parteiversammlung in gut zwei Stunden über die Bühne zu bringen.

Zum Verfahren erläuterte Speitkamp, dass innerhalb der Städteregion nur in Roetgen und Baesweiler die Bürgermeister von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hätten, über die volle Wahlzeit zu amtieren und sich nicht schon vorzeitig bei der Kommunalwahl 2014 dem Wählervotum gestellt hätten. Die Wahl findet am 13. September statt, eine mögliche Stichwahl am 27. September.

Speitkamp respektierte die Leistung von Bürgermeister Manfred Eis (SPD), der dreimal hintereinander die Bürgermeisterwahl gewonnen habe, kritisierte aber auch, dass der Bürgermeister den Neujahrsempfang der Gemeinde dazu genutzt habe, eine einseitige Darstellung zu den Kosten des Schulneubaus abzugeben und dabei verschwiegen habe, dass ein SPD-Modell auch Geld gekostet hätte und viele der Kosten ohnehin entstanden wären. „Das war nicht in Ordnung.“ Die CDU solle jetzt die Chance nutzen, ihren Bürgermeister-Kandidaten nach vorne zu bringen.

Gegenüber den Fraktionen von Grünen, UWG und FDP signalisierte Stefan Speitkamp Gesprächsbereitschaft. Aus der Tatsache heraus, dass diese drei Fraktionen noch keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten präsentiert hätten, leitete der Vorsitzende eine mögliche Kooperationsbereitschaft ab. Vor dem Wahlvorgang erläuterte Speitkamp noch, dass Fraktion und Vorstand bei einem Klausur-Wochenende eine Findungskommission eingesetzt habe, die aus allen Kandidaten vier Bewerber rekrutiert hätten, die sich den Mitgliedern stellen wollten, ohne das der Vorstand eine Vorschlag einbringe. „Das machte die Sache spannend und den Saal voll.“

Wie Speitkamp sagte auch CDU-Kreisvorsitzender Axel Witz, dass in Roetgen „ab sofort der Wahlkampf eröffnet ist.“ Auch Wirtz übte die Kritik an den Äußerungen von Bürgermeister Eis beim Neujahrsempfang und bezeichnete diese als „peinlich“.

Wirtz forderte seine Roetgener Parteifreunde auf, an einem Strang zu ziehen. Es müsse ein Wahlkampf „aus einem Guss“ geführt werden, sonst sei die CDU chancenlos. „Das ist eine schwierige Kiste in Roetgen“.

Abschließend forderte auch CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Seidel im Wahlkampf eine „Mannschaftsleistung“ von Partei und Fraktion ein. Der Bürgermeister-Kandidat von 2009 warnte vor internen Störungen: „Im Wahlkampf können wir uns keine Differenzen leisten.“

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