Neues Zuhause für Insekten

Von: M. S.
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Der Rohbau des Insektenhotels (Hintergrund) steht, jetzt müssen die kleinen Handwerker der Steckenborner Ganztagsschule ran, schließlich sollen sich Käfer, Wespen, Spinnen und andere Kerbtiere auf Dauer hier einnisten und wohlfühlen. Foto: Manfred Schmitz

Steckenborn. „Schüler powern für die Umwelt”. Unter diesem Leitsatz führt derzeit die Stolberger „EWV Energie- und Wasserversorgung GmbH” ihren bereits siebten Wettbewerb mit Naturschutz-Themen durch. Die jährliche Ausschreibung richtet sich an Grund- und Förderschulen, die im EWV-Versorgungsgebiet, den Kreisen Aachen, Düren und Heinsberg, ihren Standort haben.

Die 32 Mädchen und Jungen der Offenen Ganztagsschule Steckenborn vertreten diesmal, neben der Eicherscheider Förderschule, die Nordeifelfarben unter den derzeit insgesamt 35 wetteifernden Projektteams.

Unter Anleitung von Dietmar Hames, der den „Rohbau” in Form eines hölzernen Grundgerüstes erstellte, und den das Projekt betreuenden Lehrerinnen Marlene Hames und Petra Harzheim bauten die Kinder ein „Insektenhotel”. Darin sollen sich, nach wohnlich-artgerechter Einrichtung durch die kleinen Innenarchitekten und Handwerker, heimische Kerbtiere wie Wespen, Spinnen und Käfer wohlfühlen.

„Aber nicht nur für ein paar Nächte, wie im richtigen Hotel, sondern wie in einem Dauerwohnsitz”, erklärt EWV-Projektleiterin Klaudia Ratzke. Sie, das Pädagogenkollegium und die Steckenborner Grundschulkinder sind sicher, „dass sich nach Installierung des Hotels auf einem geeigneten Platz des Schulgeländes viele unterschiedliche Insektenarten darin einnisten, nicht nur zur Übernachtung einschwirren oder herbeikrabbeln, sondern bleiben und sich vermehren”.

Im Rahmen eines Projekttages und bei milder Witterung wird die Herberge für kleine, aber für den biologischen Kreislauf enorm wichtige Lebewesen demnächst eingeweiht. Geeignete Befüllung der „Wohnungen” schafft die nötige Existenzgrundlage. „Die Kinder sind auf die Resonanz ihrer Initiative gespannt, „sie haben etwas Gutes für unsere Umwelt getan, dabei stand der Spaß am gemeinsamen Schaffen für die Kleinen an erster Stelle” (Hames).

Im Unterricht wurde, im Hinblick auf den Wettbewerb, über die Welt der Insekten gesprochen, gemalt, fotografiert, in Wald und Flur authentisches Material zum Lernstoff gesammelt, charakteristische Nistplätze entdeckt.

Eine Mühe, die sich, abgesehen von den sinnvollen Zielen der Aktion, lohnen könnte. Denn die besten Teilnehmermannschaften erhalten kräftige Finanzspritzen für die Klassenkasse. 500 Euro gibt es für das Siegerteam, 400 für die Zweitplatzierten und je dreimal 300 Euro werden für die Ränge danach ausgespielt.

Schulleiterin Hedwig Krause stellte am Rande des „Richtfestes” die in Steckenborn im dritten Jahr existierende Einrichtung der Offenen Ganztagsschule vor. Laut Schilderung der Rektorin werden die 32 Teilnehmer an der Maßnahme von fünf Pädagoginnen und einer Praktikantin bis 16 Uhr betreut.

Nach gemeinsamem Mittagessen werden unter Aufsicht Aufgaben gemacht, lernschwächere Kinder erhalten gezielte Förderung. Jedes Kind hat die Möglichkeit, individuelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ab 15 Uhr können, je nach Neigung, Kurse belegt werden. Deren Inhalte: Natur, Aggressionsabbau, Computer, Orientalischer Tanz, Töpferhandwerk, Fremdsprachen und Sport.
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