Neues Wiegesystem bei der Abfallentsorgung: Noch viele Skeptiker

Von: P. St.
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Vom Erfolg des Wiegesystems überzeugt (v. li.): Entsorger Hans-Rudolf Förster, Vinzenz Klein (Ordnungsamt), Beigeordnete Margareta Ritter, Margret Schmitz (Ordnungsamt) und Wolfgang Elsen von der Firma Schönmackers, dem Anbieter des Systems. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. 80 Mal(!) und computergenau wird die Restmülltonne gewogen, wenn sie am Müllfahrzeug zur Schüttung hochgezogen wird. Der gleiche Vorgang wiederholt sich noch einmal nach der Entleerung. Das Idenfikations- und Wiegesystem bei der Abfallentsorgung, das am 1. Mai in der Stadt Monschau eingeführt wird, ist technisch erprobt und hat sich bereits in anderen Kommunen gewährt.

Dennoch löst das neue System beim Bürger eine Vielzahl von Fragen aus, wie sich bei den zuletzt von der Stadt angebotenen Informationsveranstaltungen in allen Stadtteilen zeigte.

Rund 600 Bürger fanden sich insgesamt ein; bei der abschließenden Veranstaltung am vergangenen Montag in Saal Achim und Elke waren es noch einmal etwa 80 Interessenten, die die unterschiedlichsten Fragen mitgebracht hatten, auch wenn die Stadt die Einführung des neuen Systems bereits im Jahr 2007 beschlossen hat. Die Skeptiker wollen jedenfalls noch von den Vorteilen des Identifikations- und Wiegesystems überzeugt werden, wie beim munteren Austausch der Argumente deutlich wurde.

„Die Skepsis ist immer groß, wenn sich etwas ändert”, wusste die städtische Beigeordnete Margareta Ritter, die das neue System federführend begleitet. An einer Änderung kam keine Kommune vorbei, nachdem die Europäische Union 2005 wegen arbeitsschutzrechtlicher Bestimmungen heraus das Ende der 35 Liter-Tonne beschlossen hat.

Im Gegensatz zu den beiden Nachbarkommunen Roetgen und Simmerath (die zur Regioentsorgung wechselten) entschloss sich die Stadt Monschau beim bewährten Entsorger Förster aus Mützenich zu bleiben, der unter den vier Bewerbern für acht Jahre den Zuschlag erhielt.

Nur die verursachergerechte Entsorgung biete einen Anreiz zum Sparen, und das Wiegesystem garantiere „die gerechteste Gebühr überhaupt”, zeigte sich Margareta Ritter überzeugt: „Jeder Bürger hat es jetzt selbst in der Hand, und im Durchschnitt wird die Gebühr günstiger.”
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