Neues Senioren-Service-Center an der Eupener Straße geplant

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
11867495.jpg
Viele Einrichtungen konzentrieren sich im Ortszentrum von Mützenich: Nun soll auf einem freien Grundstück an der Eupener Straße gegenüber der Kirche ein neues Projekt verwirklicht werden. Foto: H. Schepp
11867856.jpg
Architekt Peter Kutsch stellte das Projekt den Bürgern im Schützenheim in Mützenich vor. Foto: A. Lauscher

Mützenich. In der Mützenicher Ortsmitte wird ein Service-Center für Senioren geplant. Das wurde auf dem Informations- und Diskussionsabend unter der Überschrift „Bürgermeisterin vor Ort“ am Donnerstag im gut gefüllten Schützenheim in Mützenich verkündet. Bisher wussten davon nur ganz wenige Eingeweihte.

Im Rahmen der Bürgerversammlung erläuterte Peter Kutsch vom Architektenbüro nbp-Architekten das Vorhaben.

Bauherr ist der Mützenicher Bernhard Schrouff. An der Eupener Straße, gegenüber der Kirche, soll auf einem bis jetzt unbebauten Grundstück ein neues Projekt verwirklicht werden, das Tagespflege und barrierefreies Wohnen vereinen wird. Drei freistehende Baukörper sind geplant, sie sollen insgesamt 32 Wohneinheiten in der Größe zwischen 50 und 70 Quadratmeter beherbergen.

Der Blick von der Eupener Straße nach Süden in die Landschaft soll offenbleiben, zwei große Plätze zwischen den Gebäuden sollen für jeden zugänglich sein. „Wir streben eine Verbindung über die Eupener Straße hinweg zum Kirchenvorplatz und mit dem Ehrenmal an“, erläuterte Peter Kutsch. Die Bauweise sei zweigeschossig mit einem Staffelgeschoss.

Anhand einer Grafik zeigte Peter Kutsch, wie die Baukörper aussehen sollen und wie der gesamte Platz mit Bepflanzungen ungefähr wirken wird. Die Hauptzufahrt soll von der Straße „Im Schnellenwind“ erfolgen.

Das Haus soll betrieben werden von der Lambertz AG, die in Kalterherberg bereits einen Seniorenwohnsitz führt. Der Leiter, Joachim Lennefer, ergriff die Gelegenheit, etliche Vorzüge dieses Projektes aufzuführen. Auch wies er auf einige Möglichkeiten für pflegebedürftige Menschen hin, die die Pflegekasse unterstütze.

Die Überraschung der Anwesenden wurde in spontanen Äußerungen deutlich. „Wenn das so gebaut wird, dann ist das kein dörfliches Ortsbild mehr“, meinte der ehemalige Ortsvorsteher Hans-Peter Dörr. Ein anderer fragte: „Wie hoch wird das? Man muss die Kirche im Dorf lassen, sieht man die dann noch?“ Aber der deutlich überwiegende Teil der anwesenden Mützenicher zeigte Zustimmung, sogar Freude, zum Beispiel Robert Steffens: „Wir haben sterbende Dörfer. Wir können froh sein, dass ein Investor kommt und uns hier diese Möglichkeit eröffnet.“ Eine andere Mützenicherin: „Ich arbeite in der Tagespflege und weiß, dass man damit viel Gutes tun kann. Ich sehe kein Problem, die Tagespflege hier zu füllen.“

Ihr stimmte wiederum eine Gesprächspartnerin zu: „Wer sich in der Familie der Aufgabe widmet, einen Angehörigen zu pflegen, wird diese Einrichtung auf jeden Fall begrüßen.“ Bernhard Schrouff, der Bauherr, fügte hinzu: „Ein Dorf muss sich öffnen, die Zeiten ändern sich. Dieses Projekt wird Leben in die Dorfmitte bringen. Es wird ein ungewohnter Anblick sein, aber man sollte modernes Wohnen zulassen.“ Winnie Bauer pflichtete ihm bei: „Wir haben für unsere Schule gekämpft. Nun ergibt sich die enorme Chance, Jung und Alt in der Mitte des Dorfes zusammenzubringen, Modernität mit Bestehendem zu kombinieren. Chapeau!“ Es gab Beifall und Bravorufe.

Die Bürgermeisterin wollte ein „Stimmungsbild“ mit in den Rat nehmen, sie ließ abstimmen. Daraus ergab sich, dass man in Mützenich grundsätzlich für so ein Projekt ist, jedoch circa zehn Prozent der Anwesenden zurzeit noch nichts dazu sagen wollten. „Wir werden das Projekt im Bauausschuss vorstellen“, lautete das Fazit der Bürgermeisterin. Große Erleichterung stand der Ortsvorsteherin, Jacqueline Huppertz, ins Gesicht geschrieben, sie hat das Vorhaben mit initiiert. „Ich wünschte mir, sowas hier in Mützenich zu haben. Damit bin ich offensichtlich nicht allein“, sagte sie.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert