Neues Gräberfeld eingesegnet: Ort des Gedenkens und der Hoffnung

Von: Helga Giesen
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Bürgermeister Manfred Eis, Dr. Marion Behrendt-Höhne, Pfarrer Wolfgang Köhne und Brigitte Palm vor der Urnen-Stelenwand am neuen Gräberfeld auf dem katholischen Friedhof in Roetgen. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Mit einer ökumenischen Andacht wurde jetzt das neue Gräberfeld auf dem katholischen Friedhof in Roetgen eingesegnet. Auf einem Hochfeld hinter der Kirche wurden hier Platz für 49 Sarg- und 48 Urnenbestattungen geschaffen. In zwei Stelenwänden sind weitere 80 Urnenbestattungen möglich.

Die Einsegnung wurde von Brigitte Palm und Dr. Marion Behrendt-Höhne vom Leitungsteam der Pfarre St. Hubertus sowie Pfarrer Wolfgang Köhne von der evangelischen Kirchengemeinde vorgenommen. Brigitte Palm begrüßte neben einigen Bürgern und Bürgerinnen mit Bürgermeister Manfred Eis sowie Mitgliedern der Fraktionen und der Verwaltung auch Vertreter und Vertreterinnen der Zivilgemeinde.

„Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“, zitierte Brigitte Palm die erste Zeile eines alten Kirchenliedes und wies darauf hin, dass diese neue Begräbnisstätte nicht nur ein Ort der Trauer und des Gedenkens, sondern auch der Hoffnung sei.

Pfarrer Wolfgang Köhne erinnerte in der Lesung und Ansprache mit einem Wort des Propheten Echeziel aus der Zeit der babylonischen Gefangenschaft des jüdischen Volkes daran, dass Tod und Auferstehung seit jeher zentrale Themen der Menschen sind. In der evangelischen Kirche mehr als in der katholischen stünden nicht nur die Toten, sondern auch die Hinterbliebenen im Fokus, so dass nicht nur eine Stätte des Gedenkens, sondern auch das Wort ein Ausdruck der Hoffnung sei.

Nach dem gemeinsamen Vater-unser-Gebet nahm Dr. Marion Behrendt-Höhne mit einem Fürbitt- und Segensgebet die Einsegnung des Gräberfeldes und der Stelenwände vor.

Mit dieser ökumenischen Einsegnung auf einem katholischen Friedhof hätten sich neue und ungewöhnliche Dinge getan, die vor einigen Jahren so noch nicht denkbar waren, freute sich Pfarrer Köhne und lud die Gemeinde ein, gemeinsam das in beiden Konfessionen bekannte Kirchenlied „Christ ist erstanden“ zu singen.

Bürgermeister Manfred Eis dankte den Kirchengemeinden für die würdevolle religiöse Feier zur Einweihung des neuen Gräberfeldes. Mit der Anlage habe die Zivilgemeinde einer sich ändernden Bestattungskultur Rechnung getragen. Er freue sich, dass diese Entscheidung im politischen Raum getroffen wurde, und sei überzeugt, dass die neue Stelenwand von der Bevölkerung gut angenommen werde.

Bestattungen sind hier ab Anfang 2015 möglich, da mit einer Änderung der Friedhofssatzung noch die rechtlichen Grundlagen dafür geschaffen werden müssen. Ansprechpartnerin bei der Gemeinde ist Madeleine Behlke, Zimmer 21, Telefon 02471/1834.

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