Neues Gerätehaus in Steckenborn: Altes Gebäude wird Dorfmuseum

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Funktionell, modern und ein prägendes Bauwerk für Steckenborn: Das neue Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Steckenborn wird am 2. September eingeweiht. Foto: P. Stollenwerk

Steckenborn. Pünktlich zu ihrem 105. Geburtstag ist die Steckenborner Feuerwehr am Sonntag, 12. August, in ihr neues Gerätehaus umgezogen. Offiziell gefeiert wird der Einzug ins neue Domizil im Ortszentrum aber erst am Sonntag, 2. September.

Nachdem die Löschgruppe kurz nach den Festlichkeiten zu ihrem 100-jährigen Bestehen am 12. August 2007 sich entschieden hatte, den Gerätewagen Messtechnik der Gemeinde Simmerath zu übernehmen, wurde klar, dass das alte Gerätehaus der Feuerwehr in Steckenborn nicht mehr groß genug sein würde. Das Gebäude diente der Feuerwehr bereits seit ihrer Gründungszeit 1907 als Unterkunft. Im Laufe der Jahre gab es mehrere Umbauten, Sanierungen und Modernisierungen.

Das Haus war allerdings für die Brandbekämpfung der damaligen Zeit ausgelegt. Leitern, Segeltucheimer, Beile und eine von Pferden gezogene Handdruckspritze benötigten einfach nicht so viel Platz wie die modernen Einsatzwagen und die dazugehörige Ausrüstung.

Eines wurde schnell klar: Die Feuerwehr brauchte mehr Platz. Nachdem der Plan einer Erweiterung des alten Hauses aufgrund mangelnder Grundstücksfläche verworfen werden musste, entwickelten die Feuerwehrleute Anfang 2008 die Idee eines komplett neuen Gerätehauses.

Als Ort wurde das Grundstück gegenüber dem bestehenden Feuerwehrhaus ausgewählt. Das alte Wohnhaus, das sich auf der anderen Straßenseite befand, wurde abgerissen. Nun war der Weg frei für den Neubau des Gerätehauses.

Mit der Planung des Gebäudes beauftragte die Löschgruppe die Firma Nesseler Grünzig Plan aus Aachen. Den Feuerwehrleuten schwebte ein Bau vor, der nicht nur seinen Zweck hinsichtlich der Geräteaufbewahrung und der gesetzlichen sowie feuerwehrtechnischen Vorgaben erfüllen sollte, sondern ebenfalls eine optische Bereicherung für das Ortsbild Steckenborns werden sollte.

Mit der Arbeit des Architekten Dirk Kaldewey waren die Auftraggeber sehr zufrieden, und die Baumaßnahmen konnten starten. Die Bauleitung wurde der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion Aachen übergeben. Das kompetente Team um den kaufmännischen Leiter Stephan Sikora und den technischen Leiter Jürgen Hansen sowie die Bauherrenvertreterin Monika Liedtke unterstützte die Steckenborner Feuerwehr hervorragend.

Der Bau des Gerätehauses beruht zu einem Großteil auf der Eigenleistung und dem Engagement der Steckenborner. „Ob Feuerwehrleute oder Nichtmitglieder, alle packten mit an und steuerten ihr Wissen und Können sowie viel des benötigten Materials bei. Dieser großartigen Zusammenarbeit sowie den vielen Spenden und Dienstleistungen von Privatleuten, Firmen und dem Förderverein verdankt die Steckenborner Feuerwehr die Fertigstellung des neuen Gerätehauses”, heißt es in der anlässlich der Gerätehaus-Einweihung erschienenen Festschrift.

Nach knapp drei Jahren harter Arbeit ist die Bauzeit jetzt endlich abgeschlossen. Das neue Gebäude bietet ausreichend Platz für zwei Löschfahrzeuge und alle zugehörigen Gerätschaften. Den 38 aktiven Steckenborner Feuerwehrleuten stehen nun Umkleiden, sanitäre Anlagen, eine Werkstatt und ein eigener Schulungsraum zur Verfügung.

Die Ausstattung der Feuerwehr konnte dank der Unterstützung der Raiffeisenbank Simmerath außerdem um ein Rauchhaus zur Brandschutzerziehung in den Schulen erweitert werden, was schon lange als wünschenswerte Anschaffung im Gespräch war. Ein Rauchhaus bietet auf anschauliche Weise die Möglichkeit, Kindern Brand- und Rauchgefahren zu demonstrieren.

Das Ziel der Steckenborner Löschgruppe ist es nun, das Gerätehaus im Dorf als einen Ort der Geselligkeit und des kulturellen Dorflebens zu etablieren. Den Eingang des Gebäudes ziert die alte, aber noch voll funktionstüchtige Feuerwehrspritze aus dem Jahr 1883, die bereits vor 65 Jahren aus den Gerätschaften der Feuerwehr ausgemustert wurde und einen besonderen Blickfang bietet.

Doch auch das alte Gerätehaus hat nicht ausgedient. Nach der Übernahme durch das Ortskartell und einigen Umbauarbeiten soll hier ein Dorfmuseum entstehen.

Die gesamte Bevölkerung ist zur feierlichen Gebäudeeinweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses Steckenborn am Sonntag, 2. September, eingeladen.

Um 9 Uhr beginnen die Festlichkeiten mit einer heiligen Messe in der Steckenborner Kirche. Pastor Michael Stoffels wird im Anschluss das Gerätehaus segnen und einweihen.

Zum offiziellen Teil der Feier gehört auch der Wechsel des Löschgruppenführers. Frank Braun, der diese Position seit 1999 besetzt hat, wird die Führung nun an Martin Stollenwerk und dessen Stellvertreter Lukas Breuer übergeben.

Die Raiffeisenbank Simmerath wird das neu angeschaffte Rauchhaus an die Simmerather Feuerwehr übergeben.

Im Anschluss an diesen feierlichen Beginn der Veranstaltung startet das Unterhaltungsprogramm.

Die Feuerwehr lädt alle Gäste zu einer Besichtigung des neuen Gebäudes ein. Ein Mittagessen sowie eine Cafeteria stehen für die Gäste bereit.

Auch die verschiedenen Fahrzeuge können von den Gästen begutachtet werden, während sie in einer großen moderierten Parade von den Feuerwehrleuten vorgestellt werden.

Jede Gruppe nutzt diese Gelegenheit, ihre Fahrzeuge und sich selbst als Einheit zu präsentieren.

An mehreren Infoständen können sich die Besucher über das neue Rauchhaus, die Jugendfeuerwehr oder die speziellen CBRN-Fahrzeuge informieren.

Die Jugendfeuerwehr hat außerdem einige Vorführungen vorbereitet. Zur Unterhaltung der Kinder wird die Hüpfburg „Titanic” aufgebaut.

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