Neues Ehrenmitglied sorgte 20 Jahre lang für Wirbel

Von: der
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Mitgliederehrungen beim Spielmannszug Roetgen. Albin Offermanns, Wilfried Küsgens, Severin Schwarz, Otmar Hilgers, Tamara Schwarzer, Vorsitzender Richard Krings (v.l.). Foto: Günther Sander

Roetgen. 107 Mitglieder, 17 Aktive, 13 Austritte, drei Sterbefälle, eine leichte Reduzierung der Mitgliederstatistik, keine Nachwuchsspieler in Sicht, unterschiedlicher Probenbesuch. So in knappen Worten zusammengefasst die Bilanz, die 1. Vorsitzender und Dirigent Richard Krings bei der Jahreshauptversammlung des Spielmannszugs Roetgen im „Brunnenhof“, die einen sehr spärlichen Besuch zu verzeichnen hatte, den Mitgliedern verkündete.

Es fing musikalisch an mit zwei Musikstücken, die im vergangenen Jahr bei einem Probenwochenende mit dem ehemaligen Landesmusikdirektor Bernhard Viegener aus Münster einstudiert wurden, dem „Lexington-Marsch“ und dem „Funiculi, Funicula“. Die beiden Stücke sollen künftig beim Spielmannszug vorrangig interpretiert werden.

Gutes Probenwochenende

In seinem Jahresbericht schnitt Richard Krings den Probenbesuch an, der durchaus besser hätte ausfallen können. Als gut verlaufen bezeichnete er zwei angesetzte Sonntagsproben. „Als schöner Erfolg hat sich das Probenwochenende mit dem ehemaligen Landesmusikdirektor Bernhard Viegener gestaltet“, so Krings. Da sei Begeisterung spürbar geworden.

Der Vorsitzende bedankte sich bei der Gemeinde Roetgen, denn im Bürgersaal könne nun unter guten Voraussetzungen geprobt werden. Natürlich vergaß der den „harten Kern“, die aktiven Musikerinnen und Musiker, nicht. Nach wie vor bleibe beim Spielmannszug Roetgen aber die Suche nach einem musikalischen Leiter problematisch (Krings übt derzeit in Doppelfunktion beide Ämter aus).

Zahlreiche Aktivitäten aus 2016 bilanzierte 2. Geschäftsführer Louis Hermanns, und auch der Kassenbericht von Horst Foerster kann sich durchaus sehen lassen. Die Kassenprüfer Otmar Hilgers und Thekla Lutter bescheinigten eine einwandfreie Führung, so dass am Ende für den gesamten Vorstand eine einstimmige Entlastung erteilt werden konnte. Nach den Neuwahlen geht es mit den bisherigen Amtsträgern weiter, sie wurden einstimmig bestätigt. Bei einer Vereinsprobe wurde Hagen Kaulen bereits als Jugendvertreter in den Vorstand gewählt.

Krings bedauerte, dass der Klangkörper für große Aufgaben (noch) nicht zur Verfügung stünde. Es lägen zahlreiche Anfragen und Einladungen zu größeren auswärtigen Veranstaltungen vor, beispielsweise dem Bürgerschützenfest in Neuss, bei denen man aber „passen müsse“, sagte er. Beim kommenden Rosenmontagszug in Roetgen wird das Korps auch nicht dabei sein, mehrere Aktive hätten bei anderen Vereinen Verpflichtungen.

Wohl aber seien reichlich Termine notiert, die man wahrnehmen wolle: Verbandsfeste in Mützenich und Hürtgen, das Maifest in Roetgen, das Schützenfest und die Pfingstkirmes sowie die Gedenkfeier am Volkstrauertag. Krings äußerte den Wunsch, dass der Verein ein Verbandsfest in Roetgen ausrichten könne, wozu man aber aktuell nicht in der Lage sei. Im geselligen Bereich ist an eine Schifffahrt auf dem Rhein gedacht.

Ehrennadeln und Urkunden waren äußeres Zeichen der Anerkennung und des Dankes seitens des Volksmusikerbundes an Tamara Schwarzer (zehn Jahre), Severin Schwarz (20 Jahre) und Otmar Hilgers (40 Jahre). Seitens des Spielmannszuges Roetgen gab es für Niko Arnolds (krankheitsbedingt nicht anwesend) für 25-jährige Mitgliedschaft die Silbernadel und Urkunde.

Der „Mann für alle Fälle“

Richard Krings wandte sich auch einem „Urgestein“ des Spielmannszuges zu. Auf der letzten Vorstandssitzung sei beschlossen worden, Wilfried Küsgens zum Ehrenmitglied zu ernennen. 70 Jahre sei der Jubilar beim Spielmannszug nun schon dabei, davon habe er 20 Jahre als Trommler „für Wirbel gesorgt“. „Wilfried ist unserem Verein als förderndes Mitglied treu geblieben“, lobte Krings.

Er habe sich in den 70 Jahren seiner Zugehörigkeit bis auf den heutigen Tag stets für das Vereinsleben interessiert und sei immer zur Stelle, wenn man ihn brauche. In Anerkennung seiner Verdienste bekam Wilfried Küsgens die goldene Ehrennadel mit entsprechender Urkunde ausgehändigt – dazu viel Lob und Dank für den „Mann für alle Fälle“ aus der Familie des Spielmannszuges.

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