Neues Bauland und besserer Handyempfang für Strauch

Von: Max Stollenwerk
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Noch ist hier kein Haus in Sicht, doch das könnte sich in Zukunft ändern. Der Bebauungsplan 172 „südlich Weißenborn“ zwischen dem Straucher Friedhof, dem Amselweg und der Straße Auf der Hof ist bereits aufgestellt. Eine Eigentümerversammlung soll der nächste Schritt auf dem Weg zu neuem Bauland sein. Foto: Stollenwerk

Strauch. In Strauch pfeifen es die Spatzen nun schon länger von den Dächern: Zwischen dem Friedhof, dem Amselweg, bis hin zur Straße Auf der Hof soll ein neues Baugebiet entstehen. Über den aktuellen Sachstand informierte der ehemalige Straucher Ortsvorsteher Bruno Löhrer gemeinsam mit Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auf der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes Strauch am Donnerstag.

„Neue Baumöglichkeiten für die Ortschaft Strauch sind grundsätzlich begrüßenswert. Aber das Vorgehen muss im Dialog mit den Eigentümern besprochen und nicht über deren Köpfe hinweg entschieden werden“, so Hermanns. Der Bebauungsplan 172 „südlich Weißenborn“ sei nun schon eine ganze Zeit lang aufgestellt, das Verfahren ruhe jedoch inzwischen seit über zwei Jahren, erklärte Bruno Löhrer.

Das neue Plangebiet, das eine Fläche von 5,3 Hektar umfasst, würde Platz für bis zu 60 Baustellen bieten. Die 60 Grundstücke weisen im Durchschnitt eine Größe von 650 Quadratmetern auf. Doch weitere Details zum möglichen Baugebiet, etwa zur Verkehrsführung oder den Erschließungskosten, wurden nicht besprochen. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns wies in diesem Zusammenhang auf eine am 30. März stattfindende Eigentümerversammlung im Straucher Pfarrheim hin. „Wir werden seitens der Gemeinde Simmerath keinen konkreten Vorschlag einbringen, sondern ein mögliches Vorgehen mit allen Eigentümern erörtern“, so Hermanns.

Eine rege Diskussion gab es zum Thema Handyempfang in Strauch, der an einigen Stellen im Ort, auch abhängig vom Mobilfunkanbieter, zu wünschen übrig lässt. Es wurde kritisiert, dass die Politik hier nicht genug Einsatz zeige, um einen Mobilfunkmast zu ermöglichen. Dieser Ansicht widersprach Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jedoch deutlich: „Vor Jahren haben wir einem Mobilfunkanbieter ein Grundstück am Straucher Ausweichsportplatz verkauft. Nach massivem Widerstand, teils aus Strauch, teils auch aus Steckenborn, hat dieser das Grundstück aber wieder zurückgegeben“, erläuterte Hermanns.

Sein Vorschlag war daher, falls hier Interesse bestehe, eine „Abstimmung in der gesamten Bevölkerung von Strauch und Steckenborn durchzuführen, um ein Stimmungsbild zu erhalten“. Er betonte, dass man in diese Abstimmung „vollkommen ergebnisoffen“ hineingehen würde.

Das Thema Breitbandausbau war ebenfalls Thema auf der Tagesordnung. Ratsvertreter Friedel Strauch merkte hierzu an, dass man zwar in Strauch nicht schlecht versorgt sei, im Gegensatz beispielsweise zu Rollesbroich sei man „jedoch schon im Hintertreffen“. Hier stellte Karl-Heinz Hermanns zwei mögliche Alternativen vor. Zum einen gäbe es ein Förderprogramm, das vorsehe, alle Bereiche mit einer Versorgung von unter 30 Megabit pro Sekunde auszubauen.

Hier würde jedoch nur ein Ausbau bis zur Straße und nicht bis ins Haus erfolgen. Zum anderen sei man in Verhandlung mit dem Internetanbieter „Deutsche Glasfaser“. Bei diesem Angebot würde ein Ausbau bis ins Haus erfolgen, jedoch müssten mindestens 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag abschließen, der über zwei Jahre läuft. „Es ist aber noch keine Entscheidung getroffen worden und zu gegebener Zeit wird es zu diesem Thema auch noch Bürgerinformationen geben“, so Hermanns.

Friedel Strauch erläuterte außerdem einige Projekte in der Gemeinde Simmerath, die die CDU Strauch in diesem Jahr unterstützen wolle. „Wir werden den Neubau der Feuerwehrgerätehäuser in Einruhr und Rollesbroich verfolgen, den Bau des neuen Sport- und Kulturzentrums Kesternich vorantreiben und uns auch für die Umgestaltung des Rathausplatzes nach dem Simmerather Frühjahrsmarkt einsetzen.“

Insgesamt sei die Entwicklung der Gemeinde positiv, was auch die Ausweisung neuer Baugebiete am alten Sportplatz Simmerath und Hasselfuhr Lammersdorf zeigen würde. „Im Vergleich zu unseren Nachbarkommunen sind wir sehr gut aufgestellt und können optimistisch in die Zukunft blicken“, so Strauch.

Kritisiert wurden die Vorschläge der SPD Simmerath, die im Rahmen der Haushaltsdebatte vorgeschlagen hatte, die Asylbewerberunterkunft Langschoß zu schließen und sich für eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge einzusetzen und zudem einige Wirtschaftswege zu sperren, um so Kosten einzusparen. „In Langschoß wurden bereits Maßnahmen zur Modernisierung durchgeführt, und die Wirtschaftswege in unserer Gemeinde sind stark frequentiert, da macht eine Sperrung keinen Sinn“, sagte Friedel Strauch.

Wahllokal im Kindergarten

Friedel Strauch wies zum Ende der Versammlung noch auf eine kleine Änderung beim diesjährigen Erntedankzug in Strauch hin: „Da die Bundestagswahl am 24. September am gleichen Tag wie der Erntedankzug ist, ist das Wahllokal nicht wie gewohnt im Pfarrheim, sondern im Kindergarten.“ Der Erntedankzug stelle sich nicht wie üblich in der Sonnenstraße auf, sondern in der Kesternicher Straße, damit das Wahllokal den ganzen Tag mit dem Auto erreichbar sei.

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