Neuer Windpark: Die ersten Räder stehen schon

Von: ho
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Vor allem am Boden wird die Dimension der neuen Windkraftanlagen im Lammersdorfer Wald sichtbar. Die Arbeiten an der Baustelle gehen schneller als geplant voran. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Lammersdorf. Plötzlich waren sie da: Sozusagen über Nacht ragten die ersten beiden Windrad-Türme weit über die Fichtenwipfel im Lammersdorfer Wald hinaus. Der Betreiber des Windparks mit seinen insgesamt sieben Anlagen, die Aachener Stawag Energie GmbH, wird den Fortschritt gerne sehen, denn die Arbeiten an der Großbaustelle im Wirtschaftswald der Gemeinde Simmerath gehen schneller voran als gedacht. Zwei Anlagen sind inzwischen komplett fertig gestellt.

Der an den Wochenenden inzwischen übliche Baustellentourismus im Lammersdorfer Wald rund um den dort entstehenden Windpark wurde diesmal allerdings ausgebremst. Der Sicherheitsdienst wies alle Neugierigen, die sich bei sonnigem Herbstwetter und den bereits von weither zu sehenden Kränen und Windradtürmen angelockt fühlten und den Fortgang der Bauarbeiten aus nächster Nähe beobachten wollten, strikt ab. „Es wird gehievt“, lautete die Erklärung der Security, womit die Kranarbeiten beim Zusammensetzen der Rohrkörper gemeint waren.

Nachdem seit Mitte September Schwertransporte in den Nachtstunden Rotorblätter (Länge 54,60 Meter) und die Turmelemente angeliefert haben, wurde jetzt mit der Errichtung der Windräder begonnen. Dass offensichtlich ein zügiges Tempo vorgelegt und sogar am Sonntag emsig gearbeitet wird, hat auch damit zu tun, dass die Baufirma die momentan recht ruhige Wetterlage, die noch weit entfernt von winterlichen Einflüssen ist, nutzen möchte.

Inzwischen sind beide Großkräne an neue Standorte im Wald verschoben worden.

Noch aber ist nicht sämtliches Material für die sieben Anlagen vor Ort. Sechs von sieben Maschinenhäusern sind bereits angeliefert worden, weitere Rotorflügel sollen am Mittwoch und Freitag in der Nacht angeliefert werden. Am kommenden Samstag sollen weitere Rotorblätter hochgezogen werden.

Ende des Jahres schon Strom?

Der ehrgeizige Plan lautet, dass bis Ende des Jahres 2016 nicht nur die Anlagen baufertig sein sollen, sondern zumindest auch teilweise schon Strom produzieren sollen.

Der Aufbau der Anlagen im Wirtschaftswald lockt zahlreiche Schaulustige an, auch wenn die Windkraftgegner in der Region nicht zu unterschätzen sind. Einer Stawag-Sprecherin ist aber bislang nichts von Störungen bekannt, im Gegenteil: „Das Interesse der Bevölkerung an der Technik ist sehr groß.“

Im Windpark Simmerath werden sieben neue und fast 200 Meter hohe Windkraftanlagen entstehen. Für die Pachteinnahmen hat die Gemeinde Simmerath jährlich 500.000 Euro in ihrem Haushalt aufgeführt.

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