Neuer Sportplatz: Weiter kämpfen um Naturrasen

Von: ho
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Ein einheitliches Bild gibt die Hansa Simmerath in der Frage eines neuen Sportplatzes noch nicht ab. Kontrovers wurde das Thema auch bei der Generalversammlung (Vorsitzender Manfred Abel,re. und sein Stellvertreter Hermann-Josef Koll) diskutiert. Montage: Hoffmann

Simmerath. Bei der Mitgliederversammlung der Hansa-Gemeinschaft 1921 Simmerath, die am Freitagabend im Mehrzweckraum des BGZ stattfand, wurde für jedes Nervenkostüm etwas geboten.

Beruhigende Zahlen und Fakten, eine gesunde Kassenlage, Ehrungen, Vorstandwahlen und die Information der Mitglieder zu den brisanten Themen Turn-, Sport- und Schwimmhalle sowie natürlich der brisante Komplex Sportplatz.

Daneben waren die Berichte der insgesamt zwölf Sportabteilungen des Vereins, die in einer informativen Broschüre zusammengefasst waren, fast nebensächlich.

Beklagt wurden von Geschäftsführerin Anja Schalloer und Vorsitzendem Manfred Abel zunächst einmal Mitgliederrückgänge, die u.a. auf die Schließung der Schwimmhalle und den „Notbetrieb” der Schwimmabteilung zurückgeführt wurden. Da die Schwimmer derzeit zum Training in Wasserbecken von Stolberg bis Vogelsang steigen müssen, ist verständlich, dass hier der stärkste Mitgliederschwund zu verzeichnen war. Aber für die Schwimmer ist mit der der im Bau befindlichen neuen Schwimmhalle Land in Sicht. Wenn es auch nichts mit der geplanten Eröffnung am 22. August geben wird, so kann man nach derzeitigem Stand davon ausgehen, dass ab September die Not ein Ende hat.

Problematisch für die Hanseaten war zudem die Sanierung der Sporthalle an der Hauptschule, da sich hierdurch unbefriedigende Trainingsmöglichkeiten für die Turner ergaben. Dies trifft auch auf die Sporthalle an der Josef-Jansen-Sportstätte zu, die derzeit noch genutzt werden kann, aber ab Mai nicht mehr beheizt wird. Wegen des damit in Verbindung stehenden neuen Hallenbenutzungsplans warte man noch auf eine Rückmeldung durch die Gemeinde. Zur Diskussion um einen neuen Sportplatz ergriff dann Manfred Abel das Wort, der nach vielen Gesprächen mit der Gemeinde mutig seine persönliche Meinung hierzu sagte. Ein wenig resignierend stellte er fest: „Ich selber bin der Überzeugung, dass wir es in Simmerath nicht schaffen werden, einen neuen Sportplatz zu bekommen!” Das ließ aufhorchen, so dass Abel ergänzend betonte, dass seine persönliche Meinung sein Engagement als Vorsitzender in dieser Sache nicht bremsen würde.

Er fügte aber als Anregung an die Mitglieder hinzu, dass der Verein eventuell durch die bisherige Diskussion schon Schaden erlitten habe: „Ich überlege, ob wir nicht einlenken sollten, was den Kleinfeldplatz hinter der Hauptschule angeht.” Gemeint war das dortige Tartanfeld, das bereits von Bürgermeister Hermanns als Alternative in die Diskussion eingebracht wurde. Die Meinung von Abel wurde nicht von allen geteilt. Hermann-Josef Koll (2. Vorsitzender), der nach dem letzten Gespräch mit der Gemeinde scheinbar noch immer mächtig „unter Dampf” stand, und zu den Verfechtern eines neuen großen Sport- und Rasenplatzes zählt, zeigte sich verwundert, dass der Bürgermeister „Feuer und Flamme” für einen Kunstrasenplatz sei.

Ein solcher Platz, so Koll, „ist im Unterhalt zu teuer und darum brauchen wir einen Naturrasenplatz!” Hierzu wurde auch aus der Versammlung heraus Unverständnis zur Haltung der Gemeinde geäußert. Auch konnte man nicht verstehen, dass man von Seiten der Gemeinde nicht auf die kostengünstigere Angebotsvariante des Vereins zum Sportplatz eingegangen sei und hier zunächst ein noch zu erstellendes Konzept zum künftigen Bedarf an Sportstätten abwarten will. Koll erinnerte diesbezüglich an die Aussage von Bürgermeister und Sport- und Kulturausschuss von 2009, als es von dort geheißen hatte: „Niemand will die Josef-Jansen-Sportstätte aufgeben!”

Bedarfsanalyse

Manfred Abel sprach auch noch die anwesenden Kommunalpolitiker in Reihen der Hansa an, ob sie sich zum brisanten Thema äußern wollten. Diese hielten sich aber zurück und wagten nicht den Spagat zwischen Vereinszugehörigkeit und Mandat. Ortsvorsteher Stefan Haas hielt eine Bedarfsanalyse für sinnvoll, hatte sich aber noch keine abschließende Meinung zur Sache gebildet.

Günter Scheidt, Vorsitzender des Gemeindesportbundes, versicherte den Mitgliedern, dass sowohl er, als auch der Gemeindesportbund versuchen würden, der Hansa zu helfen. Jens Wunderlich aus Huppenbroich, Beisitzer im Jugendausschuss des Fußballverbandes Mittelrhein, fasste mit viel Sachverstand die ganze Situation noch einmal zusammen, bevor die Versammlung eine halbe Stunde vor Mitternacht mit dem Credo „Weiter kämpfen und dran bleiben” endete.
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