Neuer Spielplatz: Eigeninitiative der Bürger zahlt sich aus

Von: ale
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Stolze Eltern und Kinder: Mit Hilfe von vielen Spenden, wie hier von der „Fanta-Spielplatz-Initiative“, gelang es den Schmidter Anwohnern einen neuen Spielplatz zu errichten. Auch Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer freute sich über die Eigeninitiative der Bürger. Foto: Annelise Lauscher

Schmidt. Endlich ist er fertig, der neue Spielplatz in Schmidt im Wiesental. Die Kinder nahmen am Sonntag offiziell Besitz davon, und die Initiatoren und Eltern freuten sich über das gelungene Werk.

Noch muss das Gras wachsen, der Rasen ist nach all den Arbeiten noch kein dichter Teppich geworden, aber die Spielgeräte sind einfach eine Wucht. Voller Freude machten sich die Kinder ans Ausprobieren und konnten gar nicht genug vom Klettern, Rutschen, Schwingen und Rundsausen bekommen.

Matthias Schieffer, den man wohl als Motor dieses Projektes bezeichnen darf, hörte von allen Seiten bewundernde Kommentare. Er hielt kurz Rückblick auf die Entstehung: Als Vorsitzender des Fördervereins des Familienzentrums Wiesentaler Rappelkiste und auch als Familienvater hatte er sich für die Sanierung des Spielplatzes stark gemacht und hierfür alle möglichen Kontakte und Verbindungen genutzt.

So gelang es, aus der „Fanta-Spielplatz-Initiative“ einen Zuschuss von 5000 Euro zu bekommen; ein Sponsorenlauf der Grundschulkinder erbrachte 3500 Euro; von „Aktiv vor Ort“ der RWE Deutschland kamen 2000 Euro, das Hilfsprojekt der Bild-Zeitung „Ein Herz für Kinder“ spendete ein komplettes Spielgerät für kleinere Kinder; die Sparkasse Düren und die Volksbank Euskirchen stellten finanzielle Mittel zur Verfügung, das Autohaus Roeb aus Schmidt unterstützte das Spielplatz-Projekt großzügig.

Geld- und Sachspenden gab es noch von weiteren Personen und Unternehmen, beispielsweise führten die Firmen Willi Jung und Ronny Weise die Erdarbeiten aus, ein Fertigbetonunternehmen übernahm die Materialkosten für die benötigten Fundamente. Alles in allem kamen so stolze 35 000 Euro zusammen.

„Doch das ganze Geld hätte nicht gereicht, wenn nicht viele freiwillige und ehrenamtliche Helfer mit angepackt hätten“, so Matthias Schieffer, „es war schön zu sehen, welch einen Anklang die ganze Sache im Dorf fand.“ Margit Göckemeyer, die Bürgermeisterin der Stadt Nideggen, sieht in diesem wunderschönen Spielplatz ein Beispiel dafür, dass Vieles möglich ist, wenn die Menschen sich unmittelbar vor Ort einsetzen.

Markus Fischer, der Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat, drückte seine Anerkennung aus: „Hier hat man nicht gewartet, bis von irgendwoher Geld kommt, hier hat man angepackt und zielstrebig diese gute Sache voran gebracht. Ich sage für die CDU Schmidt: Jeder, der Eigeninitiative zeigt, kann mit unserer Unterstützung rechnen.“ Manuel Densing, Standortbetreuer des Deutschen Kinderhilfswerkes, lobte die kindgerechte Anlage, die ein kreatives Spielen ermögliche und wobei alle Aspekte der Sicherheit beachtet wurden. Adalbert van Londen, der Vorsitzende des „Förderverein Schmidt“, überreichte Matthias Schieffer ein Kuvert „als Anerkennung Ihres bewundernswerten Engagements für unsere Kinder“.

Sogar dem WDR-Fernsehteam war dieser Anlass wichtig genug, sich eine geraume Weile im Wiesental aufzuhalten und einige Interviews zu führen. Dabei streuten die Journalisten etwas Salz in die Wunden der Bürgermeisterin und des CDU-Fraktionsvorsitzenden, indem sie auf die politische Situation – die finanzielle Misere und die Berufung des Sparkommissars – eingingen.

Das alles kümmerte die Kinder wenig. Sie schaukelten ausgiebig, rannten eine schräge Rampe hoch und balancierten über Rundhölzer, kletterten auf einem großen Klettergerüst oder in einem Netz aus Seilen herum, rutschten abwärts und liefen über die Wackelbrücke. Einige wollten gar nicht mehr von der Drehscheibe herunterkommen.

Eltern und Familienzentrum erfüllten alle Wünsche für eine leckere Verpflegung. Obwohl man wieder die Winterjacke anziehen musste, wurde es ein fröhliches Fest.

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