Neuer Kalender zur Geschichte von Roetgen weckt alte Erinnerungen

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Präsentation in der Buchhandlung „Lesezeichen“: Die Mitglieder des HeuGeVe mit dem Vorsitzenden Rolf Wilden (l.) sowie Ulrich Schuppener und Franz Schroeder (r.) als dem Kalender-Arbeitsteam bringen das neue Werk ans Licht der Öffentlichkeit. Foto: Günther Sander

Roetgen. Der Heimat- und Geschichtsverein (HeuGeVe) Roetgen entdeckt alljährlich in seinen Jahreskalendern die Heimat und hat auch in diesem Jahr wieder ein beachtliches Werk herausgegeben, das einen Querschnitt des dörflichen Lebens vergangener Jahre widerspiegelt. Dabei lässt ein weitreichender Blick in die Vergangenheit und in die Gegenwart gleichermaßen Interessantes zur Geltung kommen.

In der Buchhandlung „Lesezeichen“ fand das neue Werk bei der Präsentation bereits starke Beachtung.

HeuGeVe-Vorsitzender Rolf Wilden sprach von der „bisher besten Ausgabe“, seine Einschätzung wurde unisono geteilt. Ulrich Schuppener bezog zu den Themen Stellung und wertete die Gestaltung als „sehr gelungen“. In diesem Jahr kämen mehr farbige Fotos zur Geltung. Die Vielfalt mache den Jahreskalender zu einem interessanten Nachschlagewerk, das längst schon Brauchtum geworden sei.

Aus dem „Lesezeichen“ kam die Anregung, den großformatigen Kalender, der nicht ganz einfach und problemlos zu verschicken sei, auch „eine Nummer kleiner“, im Postkartenformat, aufzulegen. „Kein Problem“, so Rolf Wilden, man habe das vorbereitet, der Druck könne schnellstens beginnen. Die Fotos aus dem Jahreskalender würden sich hervorragend als Postkartenmotive eignen, waren sich alle sicher.

Alte Aufnahmen sowie Fotos historischer und charakteristischer Objekte würden sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen, sagte Rolf Wilden. Dies hätten zahlreiche Kalenderveröffentlichungen im Monschauer Land in den vergangenen Jahren deutlich gemacht. Für den HeuGeVe bestehe die Aufgabe, wie schon in den drei Werken zuvor, einen Bildkalender mit historischen Ansichten aus Roetgen zusammenzustellen und herauszugeben.

Schon der erste Blick in die frisch gedruckte Ausgabe macht klar, dass das bewährte Kalender-Arbeitsteam, bestehend aus Ulrich Schuppener, Franz Schroeder und Rolf Wilden, aus der umfangreichen Bildersammlung des Heimat- und Geschichtsvereins erneut geeignete Bilder ausgesucht hat, die sowohl dem Jahresablauf entsprechen, als auch in ihrer Qualität gut genug sind, um einen Kalender im Din-A3-Format zu produzieren.

13 teils farbige Bilder zeigen Objekte oder Szenen, die Einblicke in das Roetgener Dorfleben heutiger und vergangener Zeiten gestatten. Jedes Monatsbild ist mit einer kurzen Erklärung versehen.

Rolf Wilden spricht das Titelfoto an, welches das „Kalkhäuschen“ der Roetgener Dreilägerbachtalsperre zeigt. Für den Vorsitzenden eines der bemerkenswertesten Gebäude in Roetgen, das nur wenige kennen würden. Leider sei vor einigen Jahren das geschmiedete Eingangstor des imposanten Bauwerkes geklaut worden. Dieses Gebäude stehe auch nicht unter Denkmalschutz, bedauert Wilden.

Im Januar ist die ehemalige katholische Volksschule Roetgen aus dem Winter 2015/16 zu sehen, der Februar gibt einen Einblick in den ersten Rosenmontagszug aus dem Jahre 1960 mit dem Rosenwagen des Mandolinenclubs. Der März wartet mit einem Blick auf eine Roetgener Narzissenwiese um 1980 auf. Das vierte Schuljahr von 1953 mit Lehrer Wynands belebt den Monat April. Alle Schülernamen sind bekannt.

Der Mai lässt Grün am „Beirbvm“ (Birnbaum) auf dem Vennhorn sprießen, und auf dem Juni-Blatt dengelt Leonard Krott vor seinem Haus in der Offermannstraße seine Sense. Die „Kaiserliche Postagentur“ nach 1902 weckt das Interesse im Monat Juli, und im August dürfte die Seilbahn auf dem Sommerfest „Steeböchels Kermes“ (1910) ins Auge stechen. Beim Blick über die Dreilägerbachtalsperre (Foto September) sind das Kronenhaus und das Kalkhäuschen nicht zu übersehen.

Ein Festzug der Roetgener Vereine Anno 1955, mit Pferd und Kutsche, macht sich im Oktober gut, im November kommt der Festakt am Volkstrauertag vor dem Kriegerdenkmal zu Ehren. Den Abschluss im Dezember bildet die Marienkapelle im Winter 1985.

Die Kalender sind ab sofort für 18 Euro im Roetgener Handel zu haben, so im „Lesezeichen“, in der Weinhandlung Schroeder, in der Bäckerei Reinartz und im Baumarkt Behle – und natürlich auf dem Roetgener Weihnachtsmarkt. Hier erwartet Rolf Wilden bereits den zweiten Band des Buches „Roetgener Geschichte und Geschichten.“ Dieses Buch enthalte wieder, nach Themen aufbereitet und mit weiteren Bildern angereichert, Inhalte aus den „Roetgener Blättern“ von 2012 bis 2015.

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