Höfen - Neuer Höfener Ortsvorsteher: Gemeinsam Ziele erreichen

Neuer Höfener Ortsvorsteher: Gemeinsam Ziele erreichen

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
13099314.jpg
Für das Bundesgolddorf Höfen zeigen sie vollen Einsatz: Der neue Ortsvorsteher Heinz Mertens (li.) und sein Vorgänger Peter Theißen, der aus gesundheitlichen Gründen das Amt kürzlich niederlegte. Foto: P. Stollenwerk

Höfen. Am 16. September 2016 hat Heinz Mertens von Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die Ernennungsurkunde als Ortsvorsteher erhalten, und die erste Aufgabe in seiner neuer Funktion ließ nicht lange auf sich warten: Es ging um die notwendigen Pflegearbeiten am Regenklärbecken Im Sief.

Die Neueröffnung der Höfener Pfarrbücherei war anschließend ein angenehmer Termin, und die Sanierung des fast trocken gefallenen Schwanenweihers wird Heinz Mertens wohl noch einige Zeit lang beschäftigten. „Auf dieses Thema bin ich bei der Kirmes schon häufiger angesprochen worden. Das liegt den Menschen sehr am Herzen“, sagt der 53-Jährige, der seine Wurzeln in Kalterherberg hat, aber bereits seit 1988 in Höfen wohnt.

Mitglied der CDU ist er seit seiner Jugend, dem Monschauer Stadtrat gehört er seit 2014 an, und das Ehrenamt des Ortsvorstehers bekleidet er seit dem 6. September 2016, als der Stadtrat ihn einstimmig („Das hat mich überrascht und gefreut“) zum neuen Ortsvorsteher des zweimaligen Bundesgolddorfes Höfen (1987 und 2001) wählte.

Nachdem sein Vorgänger Peter Theißen zuvor erklärt hatte, dass er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen werde, konnte Heinz Mertens sich schon langsam innerlich darauf einstellen, dass die Ortsvorsteher-Nachfolge wohl an ihn herangetragen werden würde. Er sah sich seinem Vorgänger und politischen Mitstreiter Peter Theißen, aber auch der Dorfbevölkerung gegenüber als gewählter Volksvertreter in der Verantwortung, so dass er schließlich gut vorbereitet das Amt übernahm. Der Amtswechsel fand mitten in der Legislaturperiode statt, die im Jahr 2020 endet. „Bis dahin werde ich sehen, ob es passt“, sagt der kaufmännische Angestellte, der betont, mit „viel Respekt“ der neuen Aufgabe zu begegnen.

Nach wenigen Wochen im Amt spürt Heinz Mertens eine positive Resonanz, und hat die Gewissheit, dass die Bevölkerung auch bereit ist, aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens mitzuarbeiten und es nicht nur bei pauschaler Kritik belässt. „Als Ortsvorsteher kann ich nur Ziele definieren. Ohne die Hilfe der Bevölkerung geht es nicht“, sagt Heinz Mertens, der diese Erfahrung mit seinem Vorgänger teilt. „Ein lebendiges Dorf zeigt sich für mich im Engagement der Bevölkerung“, sagt Mertens. Dazu müsse man feststellen, dass die öffentliche Hand immer mehr dazu übergehe, Aufgaben vor Ort in die Hand der Bürgerschaft zu übertragen. Für diesen Fall sieht er in Höfen eine große Bereitschaft zur Mitwirkung.

Eine große Aufgabe für die Zukunft ist für den neuen Ortsvorsteher die Erschließung des Baugebietes Neue Straße, wo in einem ersten Schritt 14 Parzellen zur Baureife gebracht werden sollen, aber darüber hinaus noch ausreichend weitere Reserveflächen zur Verfügung stehen. Der Bedarf im 1950 Einwohner-Ort ist nicht von der Hand zu weisen, „auch weil junge Leute nach ihrer Ausbildungszeit wieder ins Dorf zurückkehren“. Die Grundstücke stehen dem freien Markt zur Verfügung und das Gebiet ist bereits durch einen Bebauungsplan abgesichert. „Da hat unser Vorgänger Heinz Kerkmann gute und weitsichtige Arbeit geleistet“, sind sich Theißen und Mertens einig.

Ein Dauerthema in Höfen, weiß der neue Ortsvorsteher, wird die Gestaltung des Friedhofes bleiben. Diese Thematik will Heinz Mertens auch sehr ernst nehmen, seitdem er festgestellt hat, „dass der Friedhof heute auch als Treffpunkt für viele Menschen dient“. Eingebunden in seine Überlegungen soll auch die künftige Nutzung der Trauerhalle, die wegen der hohen Gebühren kaum noch von der Bevölkerung genutzt wird. Möglicherweise wird der Förderverein Golddorf Höfen das Gebäude übernehmen, damit durch die dann wegefallende teure Abschreibung wieder akzeptable Bedingungen für die Nutzung erzielt werden könnten.

Die inzwischen stark überarbeitete Friedhofssatzung für Höfen war auch eine der zentralen Aufgaben für Peter Theißen in seiner neunjährigen Zeit als Ortsvorsteher. Nicht weniger als elf unterschiedliche Bestattungsformen sind in Höfen jetzt möglich. „Das kommt sehr gut bei der Bevölkerung an“, sagt der 57-Jährige Betriebsleiter einer Bauunternehmung. Sein Amt, das er nun zwangsweise aufgeben musste, habe er immer gerne ausgeübt. „Die Aufgaben sind sehr vielseitig, und der Bürger erwartet, dass der Ortsvorsteher immer sofort reagiert.“ Aber er habe auch Situationen erlebt, in denen man dem Bürger unmissverständlich habe sagen müssen, „was nicht geht.“ In nachhaltiger Erinnerung würden ihm auf jeden Fall die Erfolge beim Dorfwettbewerb bleiben, aber auch das intensive Erleben bei der Dorfkirmes.

Peter Theißen und Heinz Mertens sind sich einig, dass die Identität der einzelnen Orte auch über 40 Jahre nach der kommunalen Neugliederung nicht verloren gegangen ist. Im Gegenteil: Gerade aus der Sicht eines Ortsvorstehers seien die Wünsche der Ortsbevölkerung immer besonders hoch angesiedelt.

Für die Zukunft wünscht sich Peter Theißen, „wieder gesund zu werden“.Für seinen Nachfolger hofft er, „dass er die gleiche Unterstützung aus dem Dorf bekommt wie ich sie auch erhalten habe“. Heinz Mertens will die gute Kooperation seines Vorgängers mit der Verwaltung fortsetzen und hofft auf ein gutes Miteinander mit der Dorfbevölkerung: „Die Bürger sollen sagen, was sie auf dem Herzen haben, um dann gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert