Neuer Glanz am Gymnasium

Von: ess
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Vertreter der Stadt Monschau, der RWE, des Gymnasiums und die beiden Schülersprecher nahmen bei strahlendem Sonnenschein die neue Photovoltaikanlage in Augenschein. Foto: Ernst Schneiders

Monschau. Zum Glück ließ sich wieder mal richtig die Sonne blicken. Einen besseren Tag, um eine Photovoltaikanlage in Betrieb zu nehmen, konnte man sich nicht wünschen. Am St. Michael-Gymnasium vollzog sich dieser Akt.

Vertreter der Stadt Monschau, an ihrer Spitze Bürgermeisterin Margareta Ritter, des Energieversorgers RWE, der Schule und die beiden Schülersprecher des Gymnasiums bestaunten 38 Quadratmeter nagelneue glänzende Kollektoren und freuten sich über das gelungene Werk.

Im Durchschnitt 4500 Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie produziert die Anlage pro Jahr. Das entspricht dem Energieverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts, oder der Beleuchtung von zehn Klassenräumen. Der aktuelle Leistungsstand der Anlage am frühen Donnerstagnachmittag lag bei 3,3 Kilowattstunden. Der Grund: Ein kleiner Teil der Kollektorfläche war noch nicht ganz vom Schnee befreit. Aber im Sommer, wenn das Gestirn richtig brät, dann gibt´s auch Vollast, wurde versichert.

Gekostet hat die Anlage 19.000 Euro, wovon 10.000 Euro vom RWE übernommen wurden. Der Ertrag soll sich jährlich auf 1700 Euro belaufen, bei einer Einspeisevergütung von 43 Cent pro Kilowattstunde, festgeschrieben auf 20 Jahre. An einer Anzeigetafel in der Schule können die Schüler künftig verfolgen, wie viel Energie die Anlage ins Netz einspeist. Das Ziel, Energie effizienter zu erzeugen und damit dem Ausstoß des klimaschädigenden Kohlendioxids (CO²) zu verringern, wird den Schülern veranschaulicht und das Prozedere im Physikunterricht vertieft.

Walfried Heinen, Kommunalbetreuer der RWE und der Beschaffer der 10.000-Euro-Finzanzspritze, hoffte, dass die jungen Leute in Zukunft „dieses Angebot nutzen, um zu erfahren, wie aus Sonnenenergie Strom entsteht und wie ertragreich ein solche Anlage ist”.

Auch Bürgermeisterin Margareta Ritter war des Lobes voll und bezeichnete RWE als einen „verlässlichen Partner”. Ritter sah diesen Anlagenbau eingebettet die rund 3,1 Millionen Euro, die in den nächsten Jahren am Gymnasium für energetische Verbesserungen investiert werden. Dabei werde, so die Bürgermeisterin, auch von der Schule einiges verlangt, denn viele Arbeiten könnten nicht in die Ferien verlegt werden, sondern müssten bei laufendem Schulbetrieb erledigt werden, und das ohne räumliche Ausweichmöglichkeiten.

Schulleiter Dr. Lothar Stresius, machte trotz dieser Perspektive einen gelassenen Eindruck. Er freute sich vielmehr über die 110 Neuanmeldungen. Das sei für seine Schule nicht nur viel, sondern sogar eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
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