Monschau - Neue Tradition: Das Lucia-Fest in Monschau

Neue Tradition: Das Lucia-Fest in Monschau

Von: js
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Lina Claßen als Lucia umringt vom Chor Maranatha in der Monschauer Stadtkirche. Foto: Josef Schreier

Monschau. Es war eine wunderbare Idee. Die Evangelische Kirchengemeinde Monschauer Land und der Chor „Maranatha“ griffen für Monschau einen Brauch auf, der hauptsächlich aus Schweden bekannt ist: das Lucia-Fest. Die hl. Lucia, eine Märtyrerin der frühen Kirche, wird von der Liturgie am 13. Dezember gefeiert.

Dies war bis zur Kalenderreform im Jahre 1582 der kürzeste Tag des Jahres. In Schweden gibt es Mitte Dezember an diesem Tag lediglich zwei helle Stunden.

So hat sich am Luciatag ein Brauchtum entwickelt, das mit der Wintersonnenwende zu tun hat. Ein junges Mädchen stellt als Lichterbraut die heilige Lucia dar. Weil diese nach der Legende mit beiden Händen gute Gaben verteilt, trägt sie einen Lichterkranz auf dem Kopf, um damit die Dunkelheit zu erhellen. Die Luciabräuche in Schweden sind eher nichtkirchlicher Art. In Monschau wurde versucht, den Inhalt des Festes gleichsam wieder zum Ursprung zurückzuführen.

So gestaltete Pfarrer Jens-Peter Bentzin in der Monschauer Stadtkirche gemeinsam mit dem Chor Maranatha eine Feier, mit der er eine neue kirchliche Tradition in Monschau begründen wollte. Lina Claßen aus Mützenich stellte die Lucia dar. Mit ihrem weißen Kleid und ihrer roten Schärpe führte sie eindrucksvoll die Prozession des Chores an, mit der dieser in die Kirche einzog. Dort hatte Pfarrer Bentzin die Feier bereits eingeleitet und erläutert. Schon im Vorjahr hatte der Maranatha-Chor unter der bewährten Leitung von Ralf Dederichs in der Stadtkirche auf sich aufmerksam gemacht.

Sympathisches Neuland

Auch diesmal war die Kirche voll besetzt; die Besucher freuten sich wiederum auf etwas Besonderes – und nicht vergeblich. Dass diese Feier Neuland betrat, war auf sympathische Weise bemerkbar, aber es überzeugte. Im Wechsel sang der Chor schwedische und, zusammen mit der Gemeinde, deutsche Weihnachtslieder, Luciabraut Lina begann mit der Lesung einer Weihnachtslegende der schwedischen Dichterin Selma Lagerlöf, die dann von Pfarrer Bentzin fortgesetzt wurde. Die Lucia-Feier insgesamt war überzeugend und bewegend und lässt sich sicher in den kommenden Jahren noch weiter ausgestalten. Ein guter Anfang für eine hoffentlich lange währende Tradition ist gemacht.

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