Neue Simmerather Schwimmhalle in zwei Jahren fertig?

Von: P. St.
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Zum Abriss freigegeben: Die alte Simmerather Schwimmhalle wird abgerissen, an der Hauptschule soll innerhalb von zwei Jahren ein vier Millionen Euro teures neues Hallenbad entstehen. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Jetzt hat auch Simmerath seinen Ratsbeschluss zum Bau einer neuen Schwimmhalle: Nach über zweistündiger kontroverser Debatte beschloss der Gemeinderat am Dienstagabend mit Mehrheit den Bau einer eigenen Halle auf einem Grundstück neben der Hauptschule.

Die Baukosten-Obergrenze wurde auf vier Millionen Euro festgelegt. Durch Anwendung eines Vergabeverfahrens, das Planungs- und Bauleistungen in eine Hand gibt, soll erreicht werden, dass die neue Simmerather Schwimmhalle bereits im Sommer 2012 zur Verfügung steht.

Die Verwaltung hatte sich viel Arbeit mit einer Gegenüberstellungen der Kosten für ein eigenes wie auch gemeinsames Projekt mit Monschau gemacht, war aber übereinstimmend mit der Stadt Monschau zur der Auffassung gekommen, dass „keine signifikanten Vorteile” bei der Realisierung einer gemeinsamen Halle erkennbar seien.

Die Gegenüberstellung zeige zudem, dass selbst unter günstigsten Bedingungen eine gemeinsame Halle für Simmerath immer die teurere Lösung darstelle. So stimmte der Rat mit 21 Ja-Stimmen (CDU, FDP, Grüne) für den Bau einer eigenen Schwimmhalle, die 11 Vertreter von SPD und UWG stimmten dagegen.

Mit Interesse verfolgten auch einige Mitglieder der Interessengemeinschaft Schwimmbad Nordeifel die Debatte, die zuvor auch die Verwaltung mit Zahlenmaterial versorgt hatte. Wichtig sei es jedoch, betonte der Bürgermeister, alle Fakten in die Berechnung einzubeziehen.

Grünen-Fraktionssprecher Günter Mießen hielt die Zahlen der Verwaltung für so aussagekräftig, „dass sich damit arbeiten lässt.” Dass ein gemeinsames Schwimmbad nicht realisiert werde, sei bereits frühzeitig erkennbar gewesen, da Monschau am Vennbad festhalten wolle.

Auf die Beschlusslage in Monschau verwies auch FDP-Fraktionssprecher Hermann-Josef Bongard. Durch den Bau eines eigenen Bades, das zudem attraktiver sei, werde Simmerath nicht schlechter gestellt.
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